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In der Nacht zu Donnerstag: Bundespolizei kontrolliert Güterzüge

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Mithilfe der Wärmebildkamera können bei Nacht vom Hubschrauber aus frühzeitig Migranten auf den Güterzügen erkannt werden.

Raubling - Nachdem immer wieder Migranten auf Güterzügen gefunden werden, hält die Bundespolizei weitere Kontrollen für angebracht. Die Bevölkerung muss dabei mit Einschränkungen leben.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag beginnt die Bundespolizei in Raubling erneut mit gezielten Kontrollen von Güterzügen. Laut Bundespolizei sind diese Schwerpunktaktionen notwendig wegen der Gefahren für Leib und Leben, die mit einer Güterzugfahrt verbunden sind.

Die Bundespolizei hat in den vergangenen Wochen auf der Zugstrecke zwischen Kufstein und Rosenheim vermehrt Migranten auf Güterzügen festgestellt. Erst am vergangenen Wochenende wurden rund zwanzig Afrikaner in Gewahrsam genommen, die auf diese lebensgefährliche Weise nach Deutschland gefahren sind.

In zurückliegenden Fällen hatten sich Migranten nicht nur in den Waggons versteckt, sondern auch unter den Lkw-Aufliegern oder sogar auf den Puffern zwischen den einzelnen Wägen befunden. Offenbar hatten sie die damit verbundenen erheblichen Risiken nicht bedacht oder schlicht in Kauf genommen.

Im Juni war ein afrikanischer Migrant auf Höhe Tattenhausen von einem Güterzug gefallen und ums Leben gekommen.

Die Schwerpunktkontrollen werden im Übrigen eng mit den Behörden an den Abfahrtsorten und den jeweiligen Verkehrsunternehmen abgestimmt. Aus Sicherheitsgründen muss die Bahnstrecke für die Dauer der einzelnen Kontrollmaßnahmen gesperrt werden. Insofern lassen sich Auswirkungen auf den Personenverkehr nicht vermeiden.

Zur Unterstützung der Kontrollen wird voraussichtlich auch ein Polizeihubschrauber zwischen Kiefersfelden und Raubling zum Einsatz kommen. Aus der Luft können insbesondere mithilfe einer Wärmebildkamera frühzeitig Personen erkannt werden, die sich auf einem Güterwagen befinden.

Die Bundespolizei bittet die Bevölkerung um Verständnis angesichts der Folgen für den Zugverkehr und der durch den Flugbetrieb bedingten Geräuschentwicklung.

Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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