61 Kosovaren ohne Papiere im Zug

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Traunstein/Rosenheim – Für 61 kosovarische Flüchtlinge war die Zugfahrt am Samstag in Rosenheim zu Ende. Die Polizei griff die Personen ohne Papiere auf.

61 kosovarische Staatsangehörige sind am Samstag, den 7. Februar, mit einem Fernreisezug aus Ungarn eingereist. Sie waren in Richtung München unterwegs. Aufgrund fehlender Einreise- oder Aufenthaltspapiere mussten sie den Zug allerdings in Rosenheim verlassen. Schleierfahnder hatten sie in Gewahrsam genommen und zur Dienststelle der Bundespolizei gebracht. Laut Bundespolizeiinspektion Rosenheim ist die Zahl unerlaubt eingereister Kosovaren schon seit Monaten auf sehr hohem Niveau.

Bei der Kontrolle im Zug stellten die Beamten auf Höhe Traunstein fest, dass die 49 erwachsenen und zwölf minderjährigen Kosovaren nicht über die erforderlichen Papiere für den beabsichtigten Aufenthalt in Deutschland verfügten. Die unerlaubt Eingereisten wurden vorläufig festgenommen. Beim Zughalt in Rosenheim mussten alle aussteigen. Die meisten von ihnen stellten bei der Bundespolizei ein Schutzersuchen. Sie wurden vorerst an die Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München weitergeleitet. Ein Teil der aufgegriffenen Personen musste das Land jedoch bereits wieder verlassen.

Über das Wochenende verteilt hat die Rosenheimer Bundespolizei rund 150 unerlaubt Eingereiste festgestellt. Etwa 90 von ihnen stammen aus dem Kosovo. Von den im Januar im südlichen Abschnitt des deutsch-österreichischen Grenzgebiets knapp 980 illegal eingereisten Personen waren etwa 330 kosovarischer Abstammung. Im Dezember hatte die Bundespolizeiinspektion Rosenheim sogar rund 420 Frauen und Männer aus dem Kosovo registriert.

 Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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