Zwei Jahre und zehn Monate für Schleuser

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Rosenheim - Er wollte lediglich das Auto seiner Frau bei der Bundespolizei abholen. Doch auf den 27-jährigen Türken hatten die Beamten bereits gewartet.

Er kam als Drahtzieher mehrerer Schleusungen in Frage. Am Donnerstag, 10. März, verurteilte ihn das Rosenheimer Amtsgericht wegen banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten.

Bereits Mitte September vergangenen Jahres erschien der türkische Staatsangehörige in der Dienststelle der Bundespolizei, um das auf seine Frau zugelassene Auto abzuholen. Fahnder hatten es wenige Tage zuvor auf der A93 beschlagnahmt. Mit diesem waren vier Iraker ohne Papiere über die deutsch-österreichische Grenze illegal transportiert worden.

Der Fahrzeugführer war nach eigenen Angaben allerdings „lediglich“ ein bezahlter Fahrer. Ihm gehörte noch nicht einmal der Wagen. Die Bundespolizisten informierten die Halterin des Pkw in Italien und hofften insgeheim auf eine Reaktion. Dass ihr Ehegatte als mutmaßlicher Hintermann verschiedener Schleusungsfälle höchstpersönlich wegen des Fahrzeugs bei der Bundespolizei in Rosenheim nachfragte, freute die Ermittler. Die Beamten nutzten die Gelegenheit und nahmen den Mann nach eingehender Vernehmung fest.

In der Verhandlung hatte nun das Amtsgericht Rosenheim aufgrund der vorliegenden Beweise keine Zweifel, dass der 27-Jährige für mehrere Einschleusungen mitverantwortlich war. Er wurde nachweislich in vier Fällen als Drahtzieher überführt. Das Urteil lautete: zwei Jahre und zehn Monate Haft ohne Bewährung wegen banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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