Weniger Tote bei Verkehrsunfällen

Wasserburg - Im Dienstbereich der Polizeiinspektion Wasserburg ist die Anzahl der Unfälle gegenüber 2009 in etwa gleich geblieben. Allerdings halbierte sich die Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer.

Die zu bearbeitenden Verkehrsunfälle verteilen sich auf insgesamt 34,5 km Bundesstraßen, 81,5 km Staatsstraßen, 92 km Kreisstraßen und 523 km Gemeindestraßen.

Folgende Unfallzahlen wurden bei der Polizeiinspektion Wasserburg im Jahr 2010 registriert und bearbeitet (in Klammern die Zahlen des Vorjahres und die prozentuale Veränderung):

Insgesamt ereigneten sich 1156 Verkehrsunfälle (1150 = + 0,52 %), davon 183 Unfälle mit Verletzten (211 = - 13,27 %). Dabei wurden 281 Personen verletzt (320 = - 12,19 %) und 2 Unfallbeteiligte getötet (4 = - 50 %). Weiterhin ereigneten sich noch 716 Kleinunfälle ( 695 = + 3,02 %). Der entstandene Sachschaden wird auf ca. 2 204 000,- € geschätzt. 173 Verkehrsteilnehmer (184 = - 5,98 %) entfernten sich nach einem von ihnen verursachten Unfall unerlaubt vom Unfallort, 66 Flüchtige (67 = - 1,49 %) konnten ermittelt werden.

Die meisten Verkehrsunfälle wurden am Freitag registriert. Die Gefahr, an diesem Tag in einen Unfall verwickelt zu werden, war statistisch gesehen zwischen 10 Uhr und 15 Uhr am größten.

Neben den sonstigen Unfallursachen, die mit 58 % zu Buche schlagen, kristallisierten sich als Hauptunfallursachen auf Platz 1 Fehler beim ‚Abbiegen und Wenden mit einem Anteil von 17 % heraus. Auf Platz 2 reihte sich bei den häufigsten Unfallursachen die Missachtung der Vorfahrt mit 8 % und auf Platz 3 Geschwindigkeitsverstöße mit 7 % ein. Es folgen dann Verstöße gegen das Rechtsfahrgebot mit 6 %, Überholen/Vorbeifahren mit 2 % und Alkoholeinfluss ebenfalls mit 2 %.

Die Zahl der im Vorjahr im Straßenverkehr auf dem Schulweg verunglückten Schulkinder beläuft sich auf 2, wie auch im Jahr 2009, in dem sich ebenfalls 2 Schulwegunfälle ereignet haben. Dass die Unfallzahlen hier nicht höher liegen, ist wohl nicht zuletzt der ausführlichen Radfahrausbildung der Schulen in Zusammenarbeit mit der Polizei zu verdanken.

Da viele Autofahrer offensichtlich immer noch nicht davor zurückschrecken, sich alkoholisiert ans Steuer ihres Fahrzeugs zu setzen, ereigneten sich 2010 insgesamt 22 Unfälle (2009 = 20 Unfälle) mit Unfallursache Alkohol. Dabei gab es zwar keinen Toten (2009 = 1), aber 8 Personen wurden schwer verletzt (2009 = 2) und 14 Personen leicht verletzt (2009 = 16). Weiter wurden 70 Fahrzeugführer (2009 = 61) zur Anzeige gebracht, die mit ihrem Fahrzeug in alkoholisiertem Zustand unterwegs waren.

Nachdem überhöhte Geschwindigkeit immer noch zu den Hauptunfallursachen zählt, wurden im Dienstbereich der Polizei Wasserburg im Jahr 2010 wieder eine Vielzahl von Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Dabei kam die Laserpistole bei der Polizeiinspektion Wasserburg insgesamt 77 Stunden zum Einsatz, wobei 163 Anzeigen und 159 Verwarnungen an Ort und Stelle ausgesprochen werden mussten. Ebenfalls beteiligte sich an der Geschwindigkeitsüberwachung die Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim mit insgesamt 274 Radarmessungen, wobei 432 Verkehrsteilnehmer eine Anzeige und 3470 eine Verwarnung erhielten. Auch in Zukunft wird von diesen Geräten reger Gebrauch gemacht, so dass der Verkehrsteilnehmer immer und überall mit einer Geschwindigkeitskontrolle rechnen muss.

Abschließend weist die Polizeiinspektion Wasserburg nochmals eindringlich auf das konsequente Anlegen des Sicherheitsgurtes hin, da sich auch wieder bei Unfällen des Jahres 2010 die Unfallfolgen hätten minimieren lassen, wenn der Gurt immer angelegt gewesen wäre. Bedauerlicherweise muss bei Verkehrskontrollen immer noch in hohem Maße gegen nichtangegurtete Verkehrsteilnehmer eingeschritten und eine Geldbuße verhängt werden. Dabei ist erwiesen , dass ein Airbag nur in Verbindung mit angelegtem Sicherheitsgurt wirksam vor schweren Verletzungen schützen kann.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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