Vorweihnachtszeit: Wichtige Tipps der Polizei

Rosenheim - Die Vorweihnachtszeit ist nicht nur von Christkindlmärkten und Weihnachtsfeiern geprägt, sondern auch von einem vermehrten Straftatenaufkommen im öffentlichen Raum.

Die einschlägigen Statistiken weisen insbesondere eine Häufung von Eigentums- und Gewaltdelikten wie beispielsweise Raubüberfälle, Dämmerungswohnungseinbrüche und Taschen-/Trickdiebstähle beziehungsweise Trickbetrügereien auf. Aber auch Körperverletzungsdelikte und Fälle von Häuslicher Gewalt sowie Bedrohungslagen nehmen in der sogenannten „ruhigen und besinnlichen Zeit“ zu. Diese vermeintlich „staade Zeit“ birgt zudem ein größeres Unfallrisiko im Straßenverkehr durch ein allgemein erhöhtes (innerstädtisches) Verkehrsaufkommen, schlechte Sicht- und Witterungsverhältnisse sowie durch einen gesteigerten Alkoholkonsum gerade im Zusammenhang mit Christkindlmärkten und (Betriebs-)Weihnachtsfeiern.

Die Rosenheimer Polizei wird in den nächsten Wochen mit einem speziellen Maßnahmenpaket ihren Beitrag zu einer friedlichen und sicheren Vorweihnachtszeit 2009 leisten. Alle Anstrengungen sollen unternommen werden, um die gute Sicherheitslage in unserer Stadt und das positive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung gerade während der festlichen Zeit zum Jahresende aufrecht zu erhalten. Dabei wurden folgende Ziele gesetzt: einen störungsfreien Verlauf aller Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Vorweihnachtszeit 2009 in Rosenheim gewährleisten, Beeinträchtigungen und Belästigungen für die Bürgerinnen und Bürger auf ein Mindestmaß reduzieren sowie für eine größtmögliche Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Zudem werden Gefahrenlagen, Risikosituationen, Ordnungs- und Sicherheitsstörungen sowie Straftaten konsequent unterbunden beziehungsweise verfolgt.

Gauner und Ganoven haben in Rosenheim auch in der „dunklen und staaden Zeit“ keine Chance! Verbrechen lohnt sich in Rosenheim zu keiner Zeit! Dafür wird die Polizei Rosenheim mit einer starken Präsenz, einer intensivierten Streifentätigkeit und einem erhöhten Kontrolldruck sorgen. Ein besonderes Augenmerk soll und wird heuer auf die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen, die Verhinderung von Alkohol- und Drogenmissbrauch insbesondere bei Kindern und Jugendlichen sowie auf die Überwachung der Fahrtüchtigkeit im Straßenverkehr gelegt werden. Alkohol- und Gewaltexzesse werden auf keinen Fall hingenommen!

Die Unterstützung durch andere Polizeidienststellen und von Seiten der Bayerischen Bereitschaftspolizei ermöglicht dabei ein ganzes Bündel an flächendeckenden und nachhaltigen Maßnahmen im öffentlichen Raum. Zum Maßnahmenpaket zählen unter anderem vermehrte Streifenfahrten, deutlich verstärkte Fußstreifen in der Innenstadt, Überwachungs-/Kontroll- und Fahndungsmaßnahmen an den Veranstaltungsörtlichkeiten, Präventionsgespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie Schwerpunktaktionen im Zusammenhang mit dem Jugendschutz und Großkontrollen im Bereich Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. All diese Maßnahmen dienen der Sicherheit in unserer Stadt und sind unverzichtbarer Bestandteil einer friedlichen, fröhlichen und besinnlichen (Vor-)Weihnachtszeit.

Diesem Ziel einer sicheren und friedlichen Zeit sollte sich aber auch jede einzelne Bürgerin und jeder einzelne Bürger verpflichtet fühlen. Alle gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Alkohol-/Drogenmissbrauch, Gewalt und Kriminalität in Rosenheim keinen Platz und keine Chance haben. Gefragt sind mehr denn je offene Augen und Ohren sowie Zivilcourage! Sie können sich selbst und Ihre Mitbürger vor Gefahren und vor Verbrechen wirkungsvoll schützen! Die Rosenheimer Polizei erlaubt sich in diesem Zusammenhang, sieben „Weihnachtswünsche“ nicht an das Christkind, sondern an die einheimische Bevölkerung und an alle Besucher, Gäste bzw. Touristen zu richten.

Der „Wunschzettel“ Ihrer Polizei umfasst Präventionsempfehlungen in den Bereichen Verbrechensverhütung und Sicherheit im Straßenverkehr:

Vorsicht Taschen- und Trickdiebe!

Tragen Sie Wertgegenstände wie Geld, Zahlungsmittel, EC-/Kreditkarten, Mobiltelefone und Schlüssel am Körper und nicht in den Außentaschen von Jacken und Hosen oder gar in Hand-/Umhängetaschen oder Rucksäcken. Achten Sie stets auf Ihre persönlichen Gegenstände und Einkäufe. Lassen Sie mitgeführte Taschen und Tüten nie unbeaufsichtigt neben sich stehen.

Vorsicht organisierte Bettlergruppen in der Innenstadt!

Organisierte Bettlergruppen überwiegend aus Ost- und Südosteuropa nutzen die vorweihnachtliche Spendenbereitschaft in den Innenstädten in unmoralischer und krimineller Weise aus. Ihre Spenden und Gaben kommen dabei nicht den Bedürftigen zugute, sondern brutalen Drahtziehern im Hintergrund. Wenn Sie also spenden wollen, wenden Sie sich lieber an bekannte und seriöse Hilfsorganisationen oder entsprechende Einrichtungen.

Vorsicht an Geldautomaten!

Gerade in der oft hektischen Vorweihnachtszeit versuchen Kriminelle, die Eingaben an Geldautomaten auszuspähen. Mit diesen unauffällig erlangten Daten können sie Konten und Sparbücher plündern. Achten Sie bitte auf Manipulationen an Geldautomaten und verdecken Sie Ihre persönlichen Eingabedaten. Verzichten Sie im Zweifel auf eine Geldabhebung und verständigen Sie umgehend das entsprechende Geldinstitut und die Polizei. Vorsicht vor Geldgeschäften auf offener Straße und im Internet! Lassen Sie sich in der Öffentlichkeit nicht auf Geldgeschäfte (z. B. Geldwechsel, Kaufofferten durch Fremde auf offener Straße, etc.) ein. Denn Trickbetrüger nutzen Arglosigkeit, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Betriebsamkeit aus. Finanzielle Transaktionen im bzw. über das Internet sollten immer nur bei Vertrauenswürdigkeit und mit technischen Sicherungsvorkehrungen getätigt werden.

Vorsicht Kfz-Aufbrecher!

Organisierte Kfz-Aufbrecher haben es vor allem auf Wertgegenstände und auf tragbare Navigationsgeräte in den Autos abgesehen. Bieten Sie also hier keine Angriffsflächen und vermeiden Sie Tatgelegenheiten. Lassen Sie Wertgegenstände und bewegliche Navigationsgeräte niemals im Fahrzeug zurück. Verschließen Sie Ihre Automobile.

Vorsicht Wohnungseinbrecher!

Wohnungseinbrecher insbesondere während der Dämmerung wählen ihre Tatobjekte nach einem geringen Entdeckungsrisiko und schnellen Zugangsmöglichkeiten aus. Sie meiden Objekte, bei denen sie auf menschlichen und technischen Widerstand stoßen. Das Risiko, Opfer eines Wohnungseinbruchs zu werden, ist bei vermeintlicher bzw. vermuteter Anwesenheit der Bewohner und bei vernünftiger technischer Sicherung von Türen und Fenstern äußerst gering. Sie können sich wirkungsvoll schützen, wenn Sie in technische Einbruchssicherungen investieren, diese auch benutzen und bei Ihrer Abwesenheit einen bewohnten Eindruck suggerieren (z. B. durch indirekte Beleuchtung, geleerten Briefkasten und offene Rollläden). Lassen Sie sich kompetent und kostenfrei bei Ihrer Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Rosenheim, Kaiserstr. 32, Tel.: 08031 / 200-3312, informieren.

Glühwein und Punsch gehören nicht hinters Steuer!

Glühwein und Punsch gehören ebenso wenig an bzw. hinters Steuer wie Bier, Schnaps, Medikamente und Drogen. Wer sich alkoholisiert oder unter Medikamenten- und Drogeneinfluss hinter das Steuer oder an den (Fahrrad-)Lenker setzt, gefährdet sein eigenes Leben und spielt dem Leben anderer Verkehrsteilnehmer. Fahren unter Alkoholeinfluss gehört zu den Hauptunfallursachen und fordert jedes Jahr Tote und Verletzte auch in Rosenheim. Die weit verbreitete Meinung, wonach man die gesetzlichen Promille-Grenzwerte ausreizen dürfte, ist medizinisch wie strafrechtlich falsch. Schon eine Tasse Glühwein (nur als Beispiel) kann zur Fahruntüchtigkeit und zu einem Strafverfahren mit Fahrerlaubnis-Entzug führen. Gehen Sie diese Risiken bitte nicht ein. Sorgen Sie bereits im Vorfeld eines Christkindlmarkt-Besuchs oder einer Weihnachtsfeier für eine „nüchterne“ Fahrgelegenheit. Nutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel oder ein Taxi. Fahren Sie niemals mit einer alkoholisierten Person mit. Zeigen Sie vielmehr Zivilcourage und hindern Sie uneinsichtige Personen an der Teilnahme im Straßenverkehr.

Pressemeldung Polizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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