Ein Wagen – vier Nationalitäten

Bad Feilnbach - Die Bundespolizei hat am Mittwoch einen mutmaßlichen Schleuser aus der Türkei gestoppt.

Die Bundespolizei hat am Mittwoch auf der Autobahn zwischen dem Inntaldreieck und dem Irschenberg vier Männer festgenommen. Sie stammten aus der Türkei, Marokko, dem Irak und dem Iran. Der Türke steht im Verdacht, seine Begleiter eingeschleust zu haben.

Das Fahrzeug, das die Rosenheimer Fahnder auf Höhe Bad Feilnbach aus dem Verkehr zogen, war in Österreich zugelassen. Am Steuer saß ein türkischer Staatsangehöriger, der eine österreichische Aufenthaltserlaubnis hatte. Anders als der 39-Jährige, der im Bezirk Kufstein wohnt, konnten sich seine drei Mitfahrer nicht ordnungsgemäß ausweisen. Einer von ihnen, ein 29-jähriger Marokkaner, führte zwar eine schweizerische Aufenthaltsgenehmigung mit, diese war allerdings schon abgelaufen. Bei den anderen beiden Herren handelte es sich um einen irakischen und einen iranischen Staatsangehörigen. Sie hatten gar keine Papiere dabei.

Die Bundespolizisten fanden heraus, dass sich der 22-jährige Iraker bereits seit mehreren Jahren in Italien in einem Asylverfahren befindet. Wie der Marokkaner musste auch er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen das Land verlassen. Der Iraner, 28 Jahre alt, wurde zunächst einer Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge zugeleitet. Alle drei bekamen jeweils eine Strafanzeige wegen unerlaubter Einreise. Dem türkischen Fahrzeugführer aus Österreich hingegen steht ein Strafverfahren wegen Schleuserei ins Haus. Die Bundespolizei ermittelt gegen ihn.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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