Wasserburger Betrüger muss ins Gefängnis

Spielsüchtiger gibt sich als Lokalbetreiber aus

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Wasserburg - Ein 68-jähriger Mann gab sich bei Geschäftsleuten als Lokalbetreiber aus und ergaunerte so größere Beträge. Damit finanzierte er seine Spielsucht. Jetzt stand er vor Gericht:

In mehreren Betrugsfällen gab ein inzwischen 68-Jähriger Anlass zu polizeilichen Ermittlungen. Unter dem Vorwand, er sei der neue Pächter einer Gaststätte in Wasserburg, wurde er im Juni 2014 bei mehreren Wasserburger Geschäftsleuten vorstellig. Dort avisierte er jeweils größere Einkäufe, um sich dann letztlich Geld auszuleihen, weil er seine EC-Karte in München liegen lassen habe und dringend tanken müsse um dorthin zu gelangen. Mehrere Geschäftsleute verweigerten ihm die „Leihgabe“, andere waren zu einer Leihgabe gegen Unterschrift und Hinterlegung von Ausweis oder Gesundheitskarte bereit. Seine echte Adresse ging jedoch daraus nicht hervor, auch telefonisch war er plötzlich nicht mehr erreichbar.

Tatsächlich war der Mann mittellos und nutzte die Beträge um seiner Spielsucht zu frönen. Dementsprechend erfolgte bis auf einen Kleinbetrag keinerlei Rückzahlung an die Geschädigten. Nach vollumfänglichem Geständnis aufgrund erdrückender Beweislage und Verlesung des Bundeszentralregisters, in welchem eine Vielzahl weiterer Betrugsfälle vermerkt waren, trugen Staatsanwaltschaft und Verteidigung ihre Plädoyers vor. Die Staatsanwaltschaft forderte 18 Monate ohne Bewährung, die Verteidigung 12 Monate mit Aussetzung zur Bewährung. Das Gericht entschied auf 12 Monate Freiheitsstrafe, die nicht zur Bewährung ausgesetzt werden könne. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Verteidigung hat noch keine Entscheidung zu einer möglichen Berufung getroffen.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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