Polizei rät aufmerksam zu sein

"Taubstumme" Betteldiebe im Wasserburger Raum unterwegs

Wasserburg - Die Polizei wart erneut vor den sogenannten "Taubstummen-Bettlern" und bittet die Bevölkerung ihre Gebäude gegen unbefugten Zutritt zu sichern.

Die Polizei Wasserburg bittet die Bevölkerung nach den jüngsten Vorfällen ausdrücklich den sogenannten "Taubstummenbettlern" keine Warmherzigkeit entgegenzubringen. Zum einen ist erwiesenermaßen keine der Personen tatsächlich taubstumm, zum anderen werden hier insbesondere ältere Personen dreist um ihre Geldbörsen erleichtert. So wurde bereits am 14. Dezember darüber berichtet, wie einer älteren Dame bei einer "freundlichen Umarmung" 600 Euro gestohlen wurden. 

Die Masche ist immer gleich, zum einen wird den Menschen eine Mappe mit einer Unterschriftenliste unter die Nase gehoben, so wird man im Blickfeld stark eingeschränkt, zum anderen wird man umarmt ob man will oder nicht, und dabei wenn möglich bestohlen.

Nachdem gestern einem Ehepaar aus Feldkirchen-Westerham eine Dokumentenmappe in einem Cafe der Altstadt dreist aus der Handtasche gestohlen wurde, konnte die Polizei Wasserburg zusammen mit der Zivilen Einsatzgruppe aus Rosenheim ein Fahrzeug anhalten, in welchem sich der Dieb befand. Der bestohlene Mann konnte ihn eindeutig auf einer Wahllichtbildvorlage identifizieren, das Diebesgut war jedoch längst entsorgt. So blieb letztlich nur eine Anzeige wegen Handtaschendiebstahls übrig.

Interessantes Beiwerk der Anhaltung des Fahrzeugs mit fünf rumänischen Insassen war, dass der Fahrer unter dem Einfluss von Kokain stand, was hoffentlich den letzten Zweifler zum Umdenken bewegt, hier werden durch Geldgaben keine bedürftigen Menschen unterstützt, sondern Kriminelle, die im Übrigen in ganz Bayern überörtlich tätig sind, heute hier und morgen da.

Analog zu zwei Einschleichdiebstählen im Traunsteiner Bereich bei Engelsberg und in Altenmarkt wurde auch eine Familie in Edling/Breitbrunn am 14. Dezember kurz vor Einbruch der Dunkelheit Opfer eines solchen Diebstahls. Kurioserweise wurden hier "nur" fünf Ringe aus einer Schmuckschatulle entwendet, weitere Schmuckstücke aus der gleichen Schatulle nicht angerührt sowie leicht zugängliche Geldbörsen mit nicht unerheblichem Inhalt nicht geleert. Vermutlich wurde der Dieb, der ohne ein Schloss zu überwinden ins Haus gelangen konnte, von den Bewohnern gestört und musste flüchten.

Auch hier kann nur um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten werden, Personen die bei ihnen ums Haus schleichen oder es gar betreten wollen ihnen nichts Gutes, auch dieser Personenkreis ist nicht verlegen beim Antreffen von Bewohnern sofort irgendwelche Geschichten über Notlagen zu erzählen und so vom sich aufdrängenden Tatverdacht des Diebstahls abzulenken. Sichern sie ihr Gebäude gegen unbefugten Zutritt, sonst ist diesen Tätern oft nur ein Hausfriedensbruch anzulasten.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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