Pressemeldung Polizei Wasserburg am Inn

Mann absichtlich angefahren - Polizei findet auch noch Drogen

Wasserburg am Inn - In einem Streit bekam ein 55-Jähriger nicht nur Beleidigungen zu hören, sondern wurde auch noch absichtlich von einem 46-Jährigen angefahren. Die Polizei besuchte diesen zuhause und wurde fündig:

Am Mittwochnachmittag, den 20. Februar, kam es gegen 14.40 Uhr, zu gleich mehreren Straftaten, die alle ihren Ursprung in einer Auseinandersetzung im Straßenverkehr hatten. 

46-Jähriger fährt extrem gefährlich

Eine 55-jähriger Töginger befuhr zusammen mit seiner Lebensgefährtin und Tochter in ihrem Auto die B304 und wollte an der Ausfahrt Wasserburg auf Höhe Gabersee die Bundesstraße verlassen. Dies ging einem 46-jährigen Autofahrer aus Soyen offensichtlich zu langsam und hupte daher den Töginger an, der seinerseits, seiner Aussage nach, mit einer fragenden Geste reagierte. 

Noch auf dem Abbiegeast überholte der 46-Jährige gefährlich und zeigte sich auch beim Abbiegen in die Münchener Straße und im weiteren Verlauf am Keisverkehr in Gabersee nicht zimperlich. Laut Aussagen der Zeugen bog er in eine Vorfahrtsstraße ein, obwohl ihm die Sicht auf den vorfahrtsberechtigen Verkehr durch eine wartenden Lastwagen verdeckt war. Beim Kreisverkehr missachtet er sogar den Vorrang eines Audi-Fahrers.

Soyener fährt 55-Jährigen absichtlich mit Auto an

Auf dem Parkplatz eines Lebensmittelladens in der Burgau trafen die Beiden aufeinander. Hier kam es zu einem Streitgespräch, bei dem der Soyener etliche Beleidigungen für seinen Opponenten übrig hatte. Zudem gab er sich rechtswidrig als Polizeibeamter aus. Als der Töginger ankündigte, die Polizei zu informieren, entgegnete er: „Die Kollegen können mich ja zu Hause besuchen“. Dass genau dieses Ereignis noch am gleichen Tag eintreten sollte, hatte sich der Soyener wohl in dem Moment, in dem er diese flapsige Bemerkung aussprach, nicht vorstellen können.

Mit dem Streit auf dem Parkplatz war es aber zunächst noch nicht genug. Der Töginger ging zum Auto des Soyeners, um sich das Kennzeichen zu notieren und den Notruf zu wählen. Da fuhr dieser zunächst ein kleines Stück nach vorne, setzte dann aber unvermittelt zurück und traf den Tögringer, der dabei stürzte. Anschließend wollte er wegfahren. Aber selbst noch beim Anfahren öffnete er laut Zeugenaussagen die Fahrertür und bezichtigte den Töginger laut schreiend, gegen sein Auto geschlagen zu haben. Dann war es doch endgültig genug mit „Nettigkeiten“ und er entfernte sich.

Polizei wird in Haus des 46-Jährigen fündig

Der Töginger setzte einen Notruf ab und der 46-jährige Soyener bekam in der Folge dann doch den „erwünschten“ Besuch. Eine Unterstützungsstreife der Polizeiinspektion Rosenheim nahm die „Einladung“ des Soyeners an und suchte ihn zuhause auf. Die aufmerksamen Polizisten fanden bei dem Soyener einen angerauchten Joint, ein Tütchen mit Marihuana und eine einzelnen Gewehrpatrone, für die er keine Erlaubnis hatte.

Die Polizeiinspektion Wasserburg nahm währendessen den Tatbestand auf und ordnete in Absprache mit der Staatsanwaltschaft beim Soyener eine Blutentnahme aufgrund des Verdachts der Trunkenheit infolge berauschender Mittel an. Der Tatverdächtige musste im Anschluss die Blutentnahme und die erkennungsdienstliche Behandlung auf der Wache der Polizei Wasserburg über sich ergehen lassen. Des weiteren wurden Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung eingeleitet.

Pressemeldung der Polizeiinspektion Wasserburg am Inn

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa (Symbolbild)

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