Polizei fasst Autobumser

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Wasserburg - Äußerst dreist provozierte ein Mann in den vergangenen vier Jahren Verkehrsunfälle, um Versicherungssummen zu kassieren. Die Polizei sucht weitere Geschädigte.

Die Polizeiinspektion Wasserburg kann dem Mann bisher mindestens sechs vorsätzlich herbeigeführte Verkehrsunfälle nachweisen, welche er in der Region Wasserburg und Ebersberg, zurückliegend bis in das Jahr 2009, vorsätzlich provoziert und danach Geld für Schäden an seinem Fahrzeug verlangt hat, welche zum Großteil bereits vorher vorhanden waren. Die Dunkelziffer der provozierten Unfälle wird jedoch viel höher eingeschätzt.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand, hat der Täter in den vergangenen vier Jahren insgesamt 23 Pkw unterschiedlichen Typs, ca. zehn Jahre und älter, auf sich zugelassen und für die Unfälle stets in etwa die selbe Masche angewandt:

Zur Ausführung seiner Taten hat er überwiegend Parkplätze vor Supermärkten ausgewählt. Hier positionierte der Täter seinen Pkw strategisch günstig für seinen Plan und wartete, bis ein Kunde nach dem Einkauf seinen Pkw beladen hatte und nun versuchte, rückwärts aus der Parklücke auszufahren. Diesen Moment nutzte der Täter schamlos aus, fuhr mit seinem Pkw von seinem Standort aus los, um noch während der Rückwärtsfahrt hinter den ausfahrenden Pkw zu kommen. Die gegebene Rechtslage beim rückwärts Ausparken verlangt vom Fahrzeugführer größte Sorgfalt und keinesfalls dürfen andere Verkehrsteilnehmer gefährdet oder gar geschädigt werden. War es zu dem gewünschten leichten Zusammenstoß gekommen oder auch nicht, hat der Täter die vermeintlichen Schadensverursacher massiv bedrängt und durch verschiedenste Wortwahl häufig erreicht, dass die angeführten Schäden den jeweiligen Versicherungen zur Regulierung oder in vielen Fällen auch von den Fahrzeugbesitzern mit Bargeld geregelt wurden. Der Täter hat sich in einigen Fällen auch nicht gescheut, telefonisch seine Opfer zu Zahlungen zu drängen und er hat auch die Opfer zu Hause aufgesucht um persönlich den Zahlungsdruck/-willen zu erhöhen.

Die Polizei Wasserburg sucht weitere Geschädigte, welche in den vergangenen drei bis vier Jahren Beteiligte bei einem gleichgelagerten oder ähnlichen Unfall auf Parkplätzen von Supermärkten waren und für den provozierten Schaden in Form von Bargeld Ersatz geleistet oder ihrer Versicherung den Schaden gemeldet haben.

Sachbearbeitende Dienststelle ist die Polizeiinspektion Wasserburg (Tel. 08071 / 9177-0).

Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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