Umfangreiche Kontrollen und zahlreiche Anzeigen

Polizei nimmt Tuner-Szene in Wasserburg ins Visier

Wasserburg - Bedingt durch das schöne Wetter waren in den letzten Tagen wieder viele Motorräder und sogenannte "Tuner" in Wasserburg und Umgebung unterwegs. Extra dafür beschulte Polizisten ergriffen die Chance und machten sich daran, diverse Verkehrsverstöße zu ahnden. 

Begonnen hatte es schon am Sonntag, den 8. April. Hier wurden vermehrt Motorräder ins Visier genommen und es konnten teils gravierende Verstöße festgestellt werden. Das erste Fahrzeug war eine KTM, welche von edlen Anbauteilen übersät war. Zum einen waren die Griffe, der Lenker und die Auspuffanlage umgebaut. Dafür konnte aber auch jeweils ein Nachweis erbracht werden und war vollkommen legitim. Was aber nicht in Ordnung war, war das Kennzeichen. Dies war in einem Winkel von etwa 45 Grad angebracht bei erlaubten 30 Grad, was einen Kennzeichenmissbrauch darstellt. Dem Fahrer erwartet nun eine Anzeige. 

Noch am selben Tag wurde eine Husqvarna angehalten. Dies war ein Komplett-Umbau von Enduro auf Supermoto. Bei dieser konnte auch ein zu steil montiertes Kennzeichen festgestellt werden. Zudem fehlten der Nachweis für die montierten Hebel, ein Kettenschutz und ein Kennzeichenträger mit passender Beleuchtung. Den Fahrer erwartet nun auch eine Anzeige wegen Kennzeichenmissbrauchs. 

Kontrollen auch am Mittwoch und Donnerstag

Am Mittwoch gingen die Kontrollen weiter. Zunächst wurde ein BMW ins Visier genommen. Bei diesem konnte festgestellt werden, dass die Rad-/Reifen-Kombination in Verbindung mit dem verbauten Fahrwerk und den montierten Spurplatten nicht zulässig war. Ihm erwartet nun eine Bußgeldanzeige. 

Zusätzlich wurden an diesem Tag wieder zwei Motorräder beanstandet. Bei einer Ducati Panigale betrug der Winkel des montierten Kennzeichens 45 Grad. Der Münchner Fahrer war einsichtig und konnte den Mangel schnell beheben. Beim zweiten Motorrad handelte es sich um ein Yamaha R6. Dessen Kennzeichen wies einen Winkel von knapp 55 Grad auf und war somit nur sehr schwer zu lesen. Der Fahrer war in keiner Weise einsichtig und wollte bis zum Schluss nicht verstehen, dass sein Fahrzeug so nicht legitim ist. Beide Fahrzeugführer erwartet eine Anzeige wegen Kennzeichenmissbrauchs. 

Am Donnerstag wurde erneut ein tiefer gelegter Golf gesichtet. Bei diesem war wie beim BMW die Rad-/Reifen-Kombination in Verbindung mit dem Tieferlegungsfahrwerk nicht eingetragen. Ihn erwartet nun auch eine Bußgeldanzeige.

Hinweis der Polizei

Auf diesem Weg ermahnt die Polizei die Verkehrsteilnehmer. Ob Pkw oder Motorrad, alle Umbauten müssen, soweit erforderlich, eingetragen sein und den Vorschriften entsprechen. Durch mehrfaches, vorsätzliches Zuwiderhandeln kassiert man nicht nur Punkte und muss ein Bußgeld entrichten, es kann auch dazu führen, dass die Führerscheinstelle die charakterliche Eignung des jeweiligen Fahrers in Frage stellen kann. Man benötigt nicht immer zu viele "Punkte", um seine Fahrerlaubnis zu verlieren.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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