Wasserburg: Unfallstatistik 2009 - Todesrate verdoppelt

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Wasserburg - Im Dienstbereich der Polizeiinspektion Wasserburg ist die Anzahl der Unfälle gegenüber letztem Jahr leicht gestiegen. Die Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer verdoppelte sich sogar.

Die Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer verdoppelte sich sogar von 2 Toten im Jahr 2008 auf 4 Tote im Jahr 2009. Die zu bearbeitenden Verkehrsunfälle verteilen sich auf insgesamt 34,5 km Bundesstraßen, 81,5 km Staatsstraßen, 92 km Kreisstraßen und 523 km Gemeindestraßen.

Unfallzahlen (gesamt):

Insgesamt ereigneten sich 1150 Verkehrsunfälle (1056 = + 8,90 %), davon 211 Unfälle mit Verletzten (192 = + 9,90 %). Dabei wurden 320 Personen verletzt (285 = + 12,28 %) und 4 Unfallbeteiligte getötet (2 = + 100 %). Weiterhin ereigneten sich noch 695 Kleinunfälle ( 611 = + 13,75 %). Der entstandene Sachschaden wird auf ca. 2 284 000,- € geschätzt. 184 Verkehrsteilnehmer (182 = + 1,10 %) entfernten sich nach einem von ihnen verursachten Unfall unerlaubt vom Unfallort, 67 Flüchtige (65 = + 3,08 %) konnten ermittelt werden.

Die meisten Verkehrsunfälle wurden am Freitag registriert. Die Gefahr, an diesem Tag in einen Unfall verwickelt zu werden, war statistisch gesehen zwischen 10 Uhr und 15 Uhr am größten.

Neben den sonstigen Unfallursachen, die mit 72 % zu Buche schlagen, kristallisierten sich als Hauptunfallursachen auf Platz 1 die Missachtung der Vorfahrt mit einem Anteil von 8 % heraus. Auf Platz 2 reihten sich bei den häufigsten Unfallursachen Fehler beim Abbiegen und Wenden mit 6 % und auf Platz 3 Verstöße gegen das Rechtsfahrgebot mit 5 % ein. Es folgen dann Geschwindigkeitsverstöße mit 4 %, Überholen/Vorbeifahren mit 3 % und Alkoholeinfluss mit 2 %.

Unfälle auf dem Schulweg:

Die Zahl der im Vorjahr im Straßenverkehr auf dem Schulweg verunglückten Schulkinder beläuft sich auf 2, im Gegensatz zu dem Jahr 2008, in dem sich 4 Schulwegunfälle ereignet haben. Dass die Unfallzahlen hier nicht höher liegen, ist wohl nicht zuletzt der ausführlichen Radfahrausbildung der Schulen in Zusammenarbeit mit der Polizei zu verdanken.

Unfälle unter Alkoholeinfluss:

Da viele Autofahrer offensichtlich immer noch nicht davor zurückschrecken, sich alkoholisiert ans Steuer ihres Fahrzeugs zu setzen, ereigneten sich 2009 insgesamt 20 Unfälle (2008 = 14 Unfälle) mit Unfallursache Alkohol. Dabei gab es 1 Toten (2008 = 0), 2 Personen wurden schwer verletzt (2008 = 5) und 16 Personen leicht verletzt (2008 = 5). Weiter wurden 61 Fahrzeugführer (2008 = 63) zur Anzeige gebracht, die mit ihrem Fahrzeug in alkoholisiertem Zustand unterwegs waren.

Geschwindigkeitsmessungen:

Nachdem überhöhte Geschwindigkeit immer noch zu den Hauptunfallursachen zählt, wurden im Dienstbereich der Polizei Wasserburg im Jahr 2009 wieder eine Vielzahl von Geschwindigkeitskontrollen mit Laserpistole und Radargerät durchgeführt. Dabei mussten wieder viele Verkehrsteilnehmer an Ort und Stelle zur Kasse gebeten werden. Auch in Zukunft wird von diesen Geräten reger Gebrauch gemacht, so dass der Verkehrsteilnehmer immer und überall mit einer Geschwindigkeitskontrolle rechnen muss.

Abschließend weist die Polizeiinspektion Wasserburg nochmals eindringlich auf das konsequente Anlegen des Sicherheitsgurtes hin, da sich auch wieder bei Unfällen des Jahres 2009 die Unfallfolgen hätten minimieren lassen, wenn der Gurt immer angelegt gewesen wäre. Bedauerlicherweise muss bei Verkehrskontrollen immer noch in hohem Maße gegen nichtangegurtete Verkehrsteilnehmer eingeschritten und eine Geldbuße verhängt werden. Dabei ist erwiesen , dass ein Airbag nur in Verbindung mit angelegtem Sicherheitsgurt wirksam vor schweren Verletzungen schützen kann.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © re

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