Mehr als zwei Jahre Gefängnis

Weyarn/Irschenberg - Die Bundespolizei hat am Donnerstag auf der A 8 einen polizeibekannten Serben gefasst. Trotz falscher Papiere ist er seiner Verhaftung nicht entgangen.

Inzwischen befindet er sich hinter Schloss und Riegel.

Nahe Weyarn überprüften Rosenheimer Bundespolizisten die Insassen eines Reisebusses, der regelmäßig zwischen Italien und Deutschland verkehrt. Der slowenische Ausweis eines Fahrgastes weckte das besondere Interesse der Fahnder, denn es handelte sich um eine „glatte“ Fälschung. Dem Mann blieb nichts anderes übrig, als seine echten Personalien anzugeben.

Mithilfe des Fahndungscomputers fanden die Beamten schnell heraus, weshalb der mutmaßliche Urkundenfälscher eine andere Identität angenommen hatte. Gegen ihn lagen gleich zwei Haftbefehle vor. Wegen mehrfachen Einbruchsdiebstahls im norddeutschen Raum war der 31-Jährige zu insgesamt sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Nachdem er einen Teil seiner Strafe verbüßt hatte, wurde er 2011 aus Deutschland abgeschoben. Das Ausländeramt in Hamburg hatte zudem ein Einreiseverbot gegen den Mann verhängt. Mit seiner Rückkehr nach Deutschland wurde die Restfreiheitsstrafe fällig, die ihm aufgrund der Ausweisung erspart geblieben wäre. Damit stehen dem verurteilten Einbrecher 786 Tage Haft bevor.

Ob es allein dabei bleibt, ist allerdings fraglich, denn der serbische Staatsangehörige wird sich wegen seines Verstoßes gegen das Einreiseverbot und wegen der Urkundenfälschung erneut strafrechtlich verantworten müssen. Die Bundespolizei lieferte den Mann in die Bernauer Justizvollzugsanstalt ein.

Pressebericht Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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