Palästinenser wollten nach Dänemark

Rosenheim/Weyarn - Endstation war für acht illegal eingereiste Palästinenser auf der Autobahn nach einer Polizeikontrolle. Für den italienischen Schleuser endete das Ganze in Stadelheim.

Die Bundespolizei hat am Mittwoch (29. Oktober) eine Schleuserfahrt auf der A8 bei Weyarn gestoppt. Ein italienischer Staatsangehöriger transportierte in seinem Pkw acht Palästinenser ohne Einreisepapiere. Der 54-Jährige sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. Rosenheimer Fahnder kontrollierten auf Höhe des Seehammer Sees die Insassen eines in Italien zugelassenen Wagens. Lediglich der Fahrer konnte sich ausweisen.

Seine acht Mitreisenden, darunter zwei Kinder im Alter von neun und elf Jahren, hatten keine Ausweise dabei. Die palästinensische Familie gab an, den Fahrer in Mailand getroffen zu haben. Knapp 5.000 Euro habe die Fahrt von Italien bis Dänemark für die achtköpfige Familie kosten sollen. 2.600 Euro wären bereits in die Hände der Schleuser geflossen. Das restliche Geld sollte bei Ankunft in Dänemark fällig werden. Der arbeitslose Italiener sagte aus, dass er von einem Mittelsmann beauftragt worden sei. Von diesem habe er auch das Fahrzeug erhalten. 850 Euro seien als Lohn für die Fahrdienste vereinbart worden. Ob seine Fahrgäste Pässe hatten und woher sie überhaupt stammten, hätte ihn nicht interessiert.

Die Bundespolizisten führten den 54-Jährigen beim Haftrichter vor. Anschließend wurde er zur Untersuchungshaft in die Justizvollzugsanstalt Stadelheim eingeliefert. Er wird sich wegen Einschleusens von Ausländern strafrechtlich verantworten müssen. Die Palästinenser konnte an die Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet werden.

Pressemeldung Bundespolizei

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Polizei

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser