Falsche Fuffziger: Ukrainerin festgenommmen

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Rosenheim - Eine Ukrainerin wurde am Donnerstag auf der A8 nahe Rosenheim festgenommen - sie hatte gleich mehrfache das Interesse der Polizei geweckt:

Schleierfahnder kontrollierten die ukrainische Staatsangehörige, die mit einem in Polen zugelassenen Reisebus Richtung München unterwegs war. Mithilfe des Polizeicomputers fanden die Beamten heraus, dass die Dame von der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main gesucht wurde. Wegen eines früheren unerlaubten Aufenthalts wurde sie Ende 2011 zu einer Geldstrafe in Höhe von 800 Euro, ersatzweise zu 80 Tagen Haft verurteilt. Offenbar hatte sie Deutschland wieder verlassen, ohne die geforderte Summe zu begleichen. Wie sich außerdem herausstellte, verstieß sie mit ihrer Rückkehr gegen ein Einreiseverbot, das die Frankfurter Ausländerbehörde gegen sie verhängt hatte.

Die Bundespolizei in Rosenheim zeigte die 43-Jährige wegen illegaler Einreise an und führte sie beim Amtsgericht vor. Auf richterliche Anordnung hin wurde sie in Haft genommen, um ihre Anwesenheit beim anstehenden Strafverfahren sicherzustellen. Unabhängig davon, hätte sie ohnehin die nächsten Wochen mit einer Gefängniszelle vorlieb nehmen müssen, da sie die im Haftbefehl geforderte Geldstrafe nicht zahlen konnte.

Die Frau hatte lediglich rund 100 Euro dabei. Wie die Urkunden-Spezialisten der Bundespolizei herausfanden, befand sich unter dem mitgeführten Geld ein gefälschter 50 Euro Schein. Die verhaftete Ukrainerin gab sich zur Herkunft des Scheins ahnungslos. Obwohl die Blüte täuschend echt aussah, mangelte es am sogenannten „Kippeffekt“. Dabei wechselt die Farbe der Wertzahl auf der Rückseite des Scheins rechts unten von Purpurrot zu Olivgrün oder Braun.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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