Ereignisreiche Woche auf den Autobahnen

Rosenheim - Vier Auffahrunfälle, eine Massenkarambolage und 65.000 Euro Schaden - das ist die Bilanz der Verkehrspolizei zu Unfällen auf den heimischen Autobahnen. Doch damit noch lange nicht genug:

Seit dem vergangenen Wochenende ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich der Verkehrspolizei Rosenheim wieder zahlreiche Unfälle.

Wegen nicht angepasster Geschwindigkeit, mangelndem Sicherheitsabstand oder aus Unachtsamkeit kam es noch am Sonntagabend zu mehreren Auffahrunfällen, bei denen insgesamt drei Personen leicht verletzt wurden.

Zunächst fuhr im Bereich Frasdorf eine 18-jährige Münchnerin auf der A8 mit ihrem 3er BMW auf den Ford eines 47-jährigen Landwirts aus München auf. Die leicht verletzte Fahrerin wurde vom BRK-Motorradfahrer vor Ort erstversorgt und sicherheitshalber mit dem Rettungswagen ins Klinikum Rosenheim gebracht.

Eine 20-jährige Österreicherin fuhr mit ihrem Renault auf der Autobahn im Bereich Rohrdorf, als sie den verkehrsbedingt anhaltendenden Skoda eines 28-Jährigen aus dem Landkreis Neustadt an der Aisch übersah. Sie fuhr auf das Heck des Fahrzeuges auf und schob den Skoda noch auf den davor befindlichen Mercedes eines 32-jährigen Münchners. Der Mercedes wiederum wurde noch auf das Heck eines österreichischen BMW geschoben. Die Beifahrerin des Mercedes, eine 32-jährige Münchnerin, wurde leicht verletzt ins Klinikum Rosenheim eingeliefert.

Ebenfalls auf der Autobahn im Bereich Rohrdorf fuhr ein 32-jähriger Ungar mit seinem Suzuki. Bei stockendem Reiseverkehr übersah er den vor ihm abbremsenden Suzuki eines 52-jährigen Koreaners und fuhr auf diesen auf. Der Koreaner wurde leicht verletzt und vorsorglich in das Krankenhaus Prien gebracht.

Zu einem weiteren Auffahrunfall, allerdings nur mit Sachschaden, kam es nochmals auf der Autobahn im Bereich Frasdorf, als ein 72-Jähriger mit seinem Audi auf den Opel eines 38-jährigen Schweriners auffuhr. Der Opelfahrer hatte zuvor verkehrsbedingt bis zum Stillstand seines Fahrzeuges abbremsen müssen.

Alleine bei diesen Unfällen entstand ein Sachschaden von insgesamt 30.000 Euro.

Am Montagmorgen kam wiederum auf der A8 im Bereich Rohrdorf ein 31-Jähriger aus Freiberg in Baden-Württemberg auf seinem Weg nach Süden von der Fahrbahn ab. Aus Unachtsamkeit streifte er die Leitplanke und zerschrammte und verbeulte die gesamte linke Seite seines Mercedes-Mietwagens. Der Sachschaden beträgt ca. 7000 Euro.

Zu einem Rückstau von 15 Kilometern kam es am Donnerstagnachmittag, als sich wiederum auf der A8 im Bereich Rohrdorf ein Unfall mit fünf beteiligten Fahrzeugen ereignete. In Richtung Salzburg fahrend konnte ein 53-jähriger Österreicher mit seinem Mercedes und ein 48-Jähriger aus Stuttgart mit seinem Ford verkehrsbedingt noch rechtzeitig bremsen. Ein 18-Jähriger aus dem Landkreis Traunstein schaffte dies nicht mehr. Er fuhr mit seinem Opel zunächst auf den Ford des Stuttgarters und schob diesen auf den österreichischen Mercedes. Ein 19-jähriger Münchner mit seinem VW konnte wie auch ein 25-jähriger VW-Fahrer aus Baden-Württemberg nicht mehr rechtzeitig anhalten und fuhr auf die bereits verunfallten Fahrzeuge auf. Die Beifahrerin des österreichischen Mercedes wurde leicht verletzt, musste jedoch nicht stationär behandelt werden. Der entstandene Sachschaden beträgt ca. 20.000 Euro. Der bis zur Räumung der Unfallstelle aufgelaufene Rückstau löste sich erst in den späteren Nachmittagsstunden auf. Die Polizei weist an dieser Stelle auf die Bildung einer Rettungsgasse hin, damit Einsatzfahrzeuge schneller am Unfallort ankommen können.

Zudem ereigneten sich im Laufe der Woche einige weitere Kleinunfälle, bei denen die Fahrer aus Unachtsamkeit oder aufgrund von Fahrfehlern alleinbeteiligt von der Fahrbahn abkamen. Die dadurch an Fahrzeugen und Leitplanken verursachten Sachschäden betragen insgesamt 15.000 Euro.

Nicht nur Unfälle, sondern auch der Schwerlastverkehr forderte die Verkehrspolizei im Laufe der Woche:

Bei einer Kontrolle an der Euro-Waage auf der A 8 am Parkplatz im Moos, aber auch im normalen Streifendienst wurden von den Spezialisten der Verkehrspolizei insgesamt ca. 20 Lkw wegen technischer Mängel oder unzureichender Ladungssicherung beanstandet. Die diesbezüglichen Anzeigen richteten sich zum Teil nicht nur gegen die Fahrer, sondern auch gegen die Speditionen oder die Verlader. Die Fahrzeugführer mussten eine Zwangspause einlegen und durften die Weiterfahrt erst nach Beseitigung der jeweiligen Mängel antreten.

Seine Fahrt abbrechen musste auch ein 27-jähriger Rumäne, der mit seinem Ford im Baustellenbereich der Westtangente auf der A 8 rechts überholte. Bei der Kontrolle stellten die Beamten zunächst fest, dass die vorderen Seitenscheiben des Pkw mittels einer Tönungsfolie verbotswidrig massiv abgedunkelt waren. Die Ausrede des Fahrers, dass er seinen Führerschein zuhause vergessen hätte, konnten die Beamten aufgrund ihrer Kontakte nach Rumänien widerlegen. Der verantwortliche Fahrzeugführer hatte laut Auskunft der dortigen Behörden noch nie einen Führerschein.

Im Rahmen einer Geschwindigkeitsmessung im Baustellenbereich der A 93 wurden innerhalb von knapp 5 Stunden über 5700 Fahrzeuge gemessen. Davon mussten 198 Fahrzeuge wegen überhöhter Geschwindigkeit beanstandet werden. Der Tagesschnellste war mit 120 km/h um 40 km/h zu schnell unterwegs. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass auch künftig im Baustellenbereich Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt werden.

Letztendlich kam es im Laufe der Woche noch zu 15 Anzeigen von Tank- und Rastanlagen, bei denen die verantwortlichen Fahrzeugführer ihre Tankschuld nicht beglichen hatten und ohne zu bezahlen ihre Fahrt fortsetzten. Die Beamten der Verkehrspolizei stellen hierzu entsprechende Ermittlungen an um die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen zu können.

Insgesamt eine normale - ereignisreiche - Woche für die Verkehrspolizei Rosenheim.

Pressemeldung Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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