Autobahnen: Hochbetrieb auch im neuen Jahr

Rosenheim/A8/A93 - Es war das erste Wochenende im neuen Jahr und schon wieder einiges los auf den heimischen Autobahnen. Der Bericht der Verkehrspolizei:

Am ersten Wochenende des neuen Jahres herrschte Hochbetrieb auf den Autobahnen A 8 und A 93 im Dienstbereich der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim.

Das nahende Ende der Weihnachtsferien brachte insbesondere am Freitag und Samstag starken Rückreiseverkehr in Richtung München mit sich. Als Schwerpunkt erwies sich der Bereich um das Inntaldreieck, wo die beiden Verkehrsströme von der A 8 und A 93 zusammentreffen.

Hinzu kamen Unfälle und Pannenfahrzeuge, welche bei ohnehin schon stockendem Verkehr abschnittsweise Staus und länger andauernde Behinderungen verursachten.

Auf den südlichen Routen in Richtung Wintersportgebiete kam der Verkehr gelegentlich ins Stocken, größere Störungen gab es hier aber nicht zu verzeichnen.

Unfälle: Im Berichtszeitraum ereigneten sich insgesamt 10 Verkehrsunfälle, darunter zwei Unfälle mit Personenschaden.

A 93 - Rastanlage Kiefersfelden - Fußgängerin auf Fuß gefahren

Ein 50-jähriger spanischer Skitourist wollte am Freitag abend gegen 19 Uhr mit seinem Mercedes Mietwagen auf der Autobahn-Rastanlage Inntal Ost einparken. Dabei übersah er eine 45-jährige Fußgängerin aus Mühldorf, welche sich neben seinem Fahrzeug befand und kurz zuvor aus einem anderen Pkw ausgestiegen war. Unglücklicherweise fuhr der Spanier mit dem linken Vorderrad seines Pkw genau über den rechten Fuß der Frau und blieb, nachdem er dies nicht bemerkte, auf dem Fuß stehen. Die Frau wurde dadurch der Vorderfuss gebrochen und sie musste zur stationären Behandlung in das Krankenhaus Kufstein gebracht werden.

A 8 - Achenmühle - Pkw verliert komplettes Rad

Das komplette Rad samt Felge löste sich am Samstag früh gegen 05:20 Uhr von der Hinterachse eines Pkw Mercedes. Der 55-jährige Fahrer aus Halle/Westfalen, unterwegs auf der A 8 Richtung München, bemerkte zunächst ein leichtes Schlagen an seinem Fahrzeug, kurz darauf wurde er von seinem eigenen Rad „überholt“. Ein 43-jähriger Däne, der in gleicher Richtung fuhr, konnte nicht mehr ausweichen und prallte mit der Front seines Kombi gegen das Rad, welches anschließend über die Mittelleitplanke auf die gegenüber liegende Salzburger Fahrbahn geschleudert wurde und im dortigen Straßengraben liegenblieb. Zum Glück befand sich in dem Moment kein Fahrzeug auf der Gegenfahrbahn, da eine Kollision mit dem Rad unabsehbare Folgen gehabt hätte. So blieb es bei der beschädigten Front des dänischen Pkw, Schaden ca. 2000,- Euro. Als Ursache wird ein technischer Defekt vermutet.

A 93 - Reischenhart - Zwei Auffahrunfälle sorgen für Stau

Schlag auf Schlag ging es am Samstag vormittag gegen 09:30 Uhr zu, als vier Pkw in zwei Auffahrunfälle verwickelt waren. Zunächst übersah ein 73-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen, dass der Verkehr vor ihm zum Stocken gekommen war und fuhr auf einen Pkw auf. Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass dessen Fahrzeug noch auf ein weiteres geschoben wurde. Kaum war der erste Schock verdaut, fuhr ein weiterer Pkw auf das schon stark frontbeschädigte Fahrzeug des 73-jährigen auf und bescherte diesem noch einen kräftigen Heckschaden. Verletzte gab es zum Glück nicht, der Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 15.000,- Euro.

A 8 - Frasdorf - Sturm knickt Ast, Auto fährt dagegen

Der stürmische Wind knickte am Samstag abend gegen 22:40 Uhr unter anderem einen großen Ast neben der A 8 Höhe Frasdorf. Ein 44-jähriger Münchener konnte dem in die Fahrbahn ragenden Hindernis nicht mehr ausweichen und prallte mit der Windschutzscheibe seines Pkw VW dagegen. Verletzt wurde niemand, der Schaden beläuft sich auf ca. 500,- Euro.

A 93 - Flintsbach a. Inn - Kleinbus mit fünf Russen überschlägt sich

In der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 01:30 Uhr war ein Kleinbus mit fünf russischen Skiurlaubern auf der A 93 Richtung Kufstein unterwegs. Kurz nach der Anschlussstelle Brannenburg überholte der 38-jähriger Fahrer einen anderen Pkw und kam beim Wiedereinscheren nach rechts von der Fahrbahn ab. Beim Gegenlenken nach links überschlug sich das Fahrzeug und kam auf dem rechten Fahrstreifen auf der Beifahrerseite zum liegen. Zeugen zufolge war der Russe bei regennasser Fahrbahn und Aquaplaning mit über 130 km/h gefahren und damit für die Witterungsverhältnisse viel zu schnell unterwegs. Während drei Insassen, darunter der Fahrer, mit Prellungen davonkamen, erlitt ein vierter Mitfahrer eine Kopfplatzwunde und Schnittverletzungen an der Hand. Dieser konnte das Krankenhaus Rosenheim nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. Der bei einer deutschen Firma angemietete Kleinbus wurde total beschädigt, geschätzter Schaden ca. 50.000,- Euro.

Zur Versorgung und zum Transport der Verletzten waren mehrere Rettungswägen mit Notärzten an der Unfallstelle. Die Feuerwehren aus Degerndorf und Pfraundorf sicherten die Unfallstelle ab und waren zur Reinigung der Fahrbahn eingesetzt.

Bei vier weiteren, überwiegend Auffahrunfällen mit insgesamt neun beteiligten Fahrzeugen entstand Blechschaden in Gesamthöhe von ca. 35.000,- Euro.

Pressemeldung Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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