Zehn Festnahmen binnen weniger Stunden

Rosenheim - Kräftig zu tun hatte die Bundespolizei auch am Dienstag: In Zügen, Bahnhöfen und Bussen wurden jede Menge Illegale kontrolliert. Es wurden daraufhin unterschiedlichste Maßnahmen angeordnet.

Am Dienstag (24. Mai) haben Fahnder im deutsch-österreichischen Grenzraum binnen weniger Stunden zehn Personen festgenommen. Sie waren mit Zügen beziehungsweise dem Bus illegal eingereist, in einem Fall mit gefälschtem Ausweis.

Im EuroCity von Kufstein nach Rosenheim kontrollierten die Rosenheimer Bundespolizisten drei junge Männer. Es stellte sich heraus, dass sie keine Papiere mitführten. Nach eigenen Angaben handelte es sich um zwei Afghanen im Alter von 21 und 15 Jahren sowie einen 22-Jährigen Inder.

Am Bahnhof in Rosenheim nahm die Bundespolizei drei Iraker (16, 18 und 24 Jahre alt) in Gewahrsam. Keiner von ihnen konnte sich ausweisen.

In Traunstein trafen die Beamten am Bahnhof einen 22-Jährigen Algerier, der keinen Pass dabei hatte. Auch er wurde wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise festgenommen.

Eine Russin war in einem Reisebus auf der A 93 unterwegs. Bei Oberaudorf unterzogen die Bundespolizisten die 56-Jährige einer Kontrolle. Die Frau hatte für Deutschland weder ein Visum, noch eine sonstige Aufenthaltsberechtigung.

Im Nachtzug von Florenz nach München überprüften Schleierfahnder die Papiere einer jungen Frau. Schnell war klar, dass ihr griechischer Ausweis lediglich eine Fälschung war. Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich um eine 18-jährige aus Albanien.

Ein tunesischer Staatsangehöriger gab bei der Kontrolle im Fernreisezug Richtung Landeshauptstadt an, in Deutschland arbeiten zu wollen. Abgesehen von einem Pass besaß er jedoch weder eine Arbeits- noch eine Aufenthaltsgenehmigung. Die Bundespolizei zeigte die Festgenommenen jeweils wegen illegaler Einreise an.

Die beiden Afghanen und zwei Iraker wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen der Obhut einer Münchner Flüchtlingseinrichtung anvertraut. Um den 15-Jährigen aus dem Irak kümmert sich inzwischen das Jugendamt. Die Albanerin erhielt eine Strafanzeige wegen Urkundenfälschung. Auf richterliche Anordnung hin wartet sie in einer Haftanstalt auf ihr Strafverfahren. Die unerlaubt Eingereisten aus Indien, Tunesien, Algerien und Russland werden das Land voraussichtlich wieder verlassen müssen.

Quelle: rosenheim24.de

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