135-jähriges Bestehen der Feuerwehr gefeiert

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Feuerwehr-Oldtimer begleiten den Festumzug durch Alteiselfing.

Eiselfing - Für ein prächtiges Bild sorgten die zahlreich erschienenen Vereine mit ihren Fahnenabordnungen, die anlässlich des 135-jährigen Bestehens der Feuerwehr Aham gekommen waren.

Pfarrer Thomas Weiß zelebrierte die Messe bei strahlendem Sonnenschein an einem herrlich geschmückten Altar unter freiem Himmel. Er ging während des Gottesdienstes auf das Gleichnis des barmherzigen Samariters ein und zog Parallelen daraus für die heutige Gesellschaft. Auch wenn einerseits noch immer viele Menschen einfach wegsähen, wenn anderen Leid oder Gewalt widerfahre, so gäbe es auf der anderen Seite glücklicherweise viele ehrenamtlich engagierte Bürger. "Die Feuerwehren sind hier ein beeindruckendes Vorbild", meinte Weiß. So hätte die Ahamer Feuerwehr den Leitspruch "Gott zu Ehr, dem Nächsten zur Wehr" auf ihrer Fahne verewigt und stehe für ein verantwortungsvolles Handeln. Mit Blick auf das Jubiläum der Jugendfeuerwehr lobte der Pfarrer den Einsatz von jungen Menschen für die Allgemeinheit, was ihn positiv in die Zukunft blicken lasse.

Historische Feuerwehrspritzen sorgten für Aufsehen.

Silvia Mayer trug das Erinnerungsband für die Jubiläumsfeierlichkeiten zum Altar, bedankte sich bei allen Anwesenden für den Besuch des Festes und wünschte ein gemütliches sowie freundschaftliches Beisammensein. Nach dem geistlichen Segen wurde das Band feierlich der Fahnenabordnung der Feuerwehr Aham übergeben und von dieser sogleich mit aufgenommen. Für die musikalische Untermalung des Gottesdienstes sorgte der Eiselfinger Kirchenchor zusammen mit der Musikkapelle Griesstätt.

Der erste Vorstand des Feuerwehrvereins, Bartholomäus Kronast, ging in seinem Grußwort auf die Bedeutung seiner Feuerwehr ein. Zwar sei diese keine große "Hightech-Feuerwehr", aber in Zusammenarbeit mit den benachbarten Floriansjüngern könne stets gute Hilfe geleistet und somit Schaden abgewendet werden. "Ich wünsche mir heute nicht nur einen Verein mit langer Tradition, sondern gerade auch eine Gemeinschaft für die Zukunft".

Bürgermeister und Schirmherr Rupert Oberhuber lobte das ehrenamtliche Engagement der Ahamer Feuerwehrler. "Diese 135-Jahr-Feier ist nur möglich, weil sich, damals wie heute, immer wieder Menschen dazu bereit erklären, ehrenamtlich Dienst in der Feuerwehr zu leisten." Darauf könne nicht verzichtet werden und für das immer breiter werdende Einsatzspektrum seien Qualifizierung und umfangreiche Ausbildung notwendig. Stolz zeigte sich das Gemeindeoberhaupt über die beeindruckende Motivation, mit welcher der Feuerwehrnachwuchs bei der Sache sei.

Vorstand Bartholomäus Kronast und Pfarrer Thomas Weiß am Feldaltar.

Herzliche Grüße und Glückwünsche der Kreisbrandinspektion im Namen aller Landkreisfeuerwehren zum Jubiläum überbrachte Kreisbrandrat Sebastian Ruhsamer. Er dankte auch den Familien der aktiven Feuerwehrmänner und -frauen, welche diese stets unterstützten und bei Einsätzen und Übungen oftmals auf diese verzichten müssten. Wie wichtig dieser Dienst sei, habe sich erst kürzlich wieder bei mehreren Großeinsätzen nach Unwettern gezeigt.

Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein großer Festumzug mit vielen Zuschauern, begleitet von historischen Spritzenfahrzeugen und Feuerwehr-Oldtimern, durch Alteiselfing statt. Nach dem gemeinsamen Einmarsch ins Festzelt feierten die zum Teil auch aus den benachbarten Landkreisen angereisten Gäste beim Mittagessen zusammen mit den Grünthaler Musikanten.

Am Freitagabend hatten die "Blaumeisen" bereits zahlreiche, vor allem junge, Besucher nach Alteiselfing gelockt und es wurde bis spät in die Nacht hinein gefeiert und getanzt, ehe die "Blechblos'n" am Samstag für Oktoberfeststimmung im Bierzelt sorgte.

Heute Abend ab 19 Uhr werden die Festtage schließlich mit einem Kesselfleischessen und der "Dreder Musi" beendet.

reg/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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