2009 vier Unfalltote

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Mehr Unfalltote: Auch 2010 verzeichnet die Unfallstatistik bereits eine Verkehrstote bei diesem Unfall bei Albaching .

Wasserburg (WZ) - Mehr Todesopfer und mehr Verletzte: So lautet die Bilanz der Polizeiinspektion Wasserburg für das Jahr 2009. Zu den häufigsten Unfallursachen zählen nach wie vor überhöhte Geschwindigkeit und Alkohol am Steuer.

Im Dienstbereich der Polizeiinspektion Wasserburg starben 2009 vier Bürger an den Folgen eines Verkehrsunfalls. 2008 waren es zwei gewesen, teilt Polizeioberkommissar Karl-Heinz Niessner zur Statistik mit.

Fußgänger verletzt

Insgesamt ereigneten sich 1050 Verkehrsunfälle. 2008 waren es 1056 gewesen, was einem Rückgang von 0,57 Prozent entspricht. Bei 211 Unfällen gab es Verletzte. Im Jahr 2008 lag diese Zahl bei 192. 320 Personen erlitten 2009 Verletzungen - ein Anstieg um 12,28 Prozent gegenüber 2008. Außerdem ereigneten sich noch 695 Kleinunfälle (2008 waren es 611.) Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 2,3 Millionen Euro geschätzt, so die Polizei.

Die meisten Verkehrsunfälle wurden an Freitagen registriert. Die Gefahr, an diesem Tag in einen Unfall verwickelt zu werden, war statistisch gesehen zwischen 10 und 15 Uhr am größten, zeigt die Untersuchung auf.

Neben den sonstigen Unfallursachen, die mit 72 Prozent zu Buche schlugen, kristallisierte sich als Hauptursache die Missachtung der Vorfahrt mit einem Anteil von acht Prozent heraus, teilt die Inspektion mit. Auf Platz zwei der häufigsten Unfallursachen kommen nach ihren Angaben Fehler beim Abbiegen und Wenden mit sechs Prozent und auf Platz drei Verstöße gegen das Rechtsfahrgebot mit fünf Prozent. Es folgen Geschwindigkeitsverstöße mit vier Prozent, Überholen/Vorbeifahren mit drei Prozent und Alkoholeinfluss ebenfalls mit zwei Prozent.

Die Zahl der im Vorjahr im Straßenverkehr auf dem Schulweg verunglückten Kinder ist von vier im Jahr 2008 auf zwei gesunken, so die Unfallstatistik. "Dass die Zahlen hier nicht höher liegen, ist wohl nicht zuletzt der ausführlichen Radfahrausbildung der Schulen in Zusammenarbeit mit der Polizei zu verdanken", ist Niessner überzeugt.

Da viele Autofahrer offensichtlich immer noch nicht davor zurückschrecken, sich alkoholisiert ans Steuer ihres Fahrzeugs zu setzen, ereigneten sich 2009 insgesamt 20 Unfälle (2008 waren es 14) mit der Unfallursache Alkohol. Dabei gab es einen Toten, zwei Personen wurden schwer und 16 leicht verletzt, so die Statistik. Weiter wurden 61 Fahrzeugführer (2008 waren es 63) zur Anzeige gebracht, die mit ihrem Fahrzeug in alkoholisiertem Zustand unterwegs waren.

Nachdem überhöhte Geschwindigkeit immer noch zu den Hauptunfallursachen zählt, wurden im Dienstbereich der Polizei Wasserburg im Jahr 2009 wieder eine Vielzahl von Geschwindigkeitskontrollen mit Laserpistole und Radargerät durchgeführt. Dabei mussten wieder viele Verkehrsteilnehmer an Ort und Stelle zur Kasse gebeten werden. Auch in Zukunft wird von diesen Geräten reger Gebrauch gemacht, sodass der Verkehrsteilnehmer immer und überall mit einer Geschwindigkeitskontrolle rechnen muss, warnt die Polizei.

Abschließend weist die Polizeiinspektion Wasserburg nochmals eindringlich auf das konsequente Anlegen des Sicherheitsgurtes hin, da sich auch wieder bei Unfällen des Jahres 2009 die Folgen hätten minimieren lassen, wenn er angelegt gewesen wäre. Bedauerlicherweise müsse bei Verkehrskontrollen immer noch in hohem Maße gegen nicht angegurtete Verkehrsteilnehmer eingeschritten und eine Geldbuße verhängt werden, so die Beamten. Dabei sei erwiesen, dass ein Airbag nur in Verbindung mit angelegtem Sicherheitsgurt wirksam vor schweren Verletzungen schützen kann, betont die Polizei.

re

Quelle: rosenheim24.de

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