2010 weniger schlimme Unfälle

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Einer der folgenschwersten Unfälle des letzten Jahres: Ein Auto fährt auf der B 15 bei Reitmehring unter das Güllefass eines landwirtschaftlichen Gespannes, der Fahrer stirbt.

Wasserburg - Weniger Verletzte, weniger Tote: Die jetzt vorgelegte Unfallbilanz der Wasserburger Polizei für 2010 fällt einigermaßen erfreulich aus.

In etwa gleich geblieben ist im Dienstbereich der Polizeiinspektion Wasserburg die Anzahl der Unfälle gegenüber 2009. Erfreulicherweise halbierte sich aber die Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer von vier auf zwei.

34,5 Kilometer Bundesstraßen, 81,5 Kilometer Staatsstraßen, 92 Kilometer Kreisstraßen und 523 Kilometer Gemeindestraßen gehören zum Dienstbereich. 2010 ereigneten sich hier 1156 Verkehrsunfälle, fast exakt so viele wie im Jahr zuvor (1150). Dabei gab es bei 183 Unfällen 281 Verletzte, ein Rückgang von 13 Prozent. Außerdem wurden noch 716 Kleinunfälle aktenkundig. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 2,2 Millionen Euro geschätzt.

Rückläufig war auch die Zahl der Unfallflüchter: 173 Fälle (minus sechs Prozent) wurden gemeldet, 66 davon ermittelt.

Statistisch gesehen am gefährlichsten war es 2010 am Freitag. Die Gefahr, an diesem Tag in einen Unfall verwickelt zu werden, war zwischen 10 Uhr und 15 Uhr am größten.

Hauptunfallursache für die Unfälle waren Fehler beim Abbiegen und Wenden mit einem Anteil von 17 Prozent, dahinter kamen die Missachtung der Vorfahrt (acht Prozent) und Geschwindigkeitsverstöße (sieben Prozent). Alkoholeinfluss wurde in zwei Prozent der Unfälle festgestellt.

Besonderes Augenmerk hat die Polizei immer auf die Schulweg-Unfälle. Letztes Jahr verunglückten wie schon 2009 zwei Schulkinder. "Dass die Unfallzahlen hier nicht höher liegen, ist wohl nicht zuletzt der ausführlichen Radfahrausbildung der Schulen in Zusammenarbeit mit der Polizei zu verdanken", so die Polizeiinspektion.

Im Zusammenhang mit Alkohol am Steuer gab es 22 Unfälle mit acht schwer verletzten Personen als Folge, 14 wurden leicht verletzt.

Die Laserpistole war 77 Stunden im Einsatz, wobei 163 Anzeigen und 159 Verwarnungen an Ort und Stelle ausgesprochen wurden. Außerdem beteiligte sich an der Geschwindigkeitsüberwachung die Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim mit insgesamt 274 Radarmessungen, wobei 432 Verkehrsteilnehmer eine Anzeige und 3470 eine Verwarnung erhielten.

Kontrolliert wurde auch das Anlegen des Sicherheitsgurtes. "Auch bei Unfällen des Jahres 2010 hätten sich die Unfallfolgen minimieren lassen, wenn der Gurt immer angelegt gewesen wäre", so die Polizei. "Dabei ist erwiesen, dass ein Airbag nur in Verbindung mit angelegtem Sicherheitsgurt wirksam vor schweren Verletzungen schützen kann."

re/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser