800.000 Euro für 1,2 Kilometer

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Polier Gebhart Maier und Ingenieur Helwig Falch von der Firma Swietelsky, Bauoberrat Peter Maltan, Baudirektor Sebald König, MdL Klaus Steiner und Bürgermeister Vitus Pichler (von links) bei der offiziellen Eröffnung des Rinkertshamer Berges.

Schnaitsee - Der Rinkertshamer Berg ist fertig saniert, der Verkehr fließt wieder. Nun hoffen alle an der Eröffnung der Strecke Beteiligten auf einen Ausbau der Staatsstraße im Landkreis Rosenheim.

Der Rinkertshamer Berg, ein Teil der Staatsstraße 2357, war seit vielen Jahren von Rissen und Abbrüchen geprägt. In Zusammenhang mit der mäßigen Breite von 5,50 Meter bedeutete dies immer wieder Gefahrensituationen für den Verkehr. Im vergangenen Jahr wurde die Straße um einen Meter verbreitert und gleichzeitig die Linienführung begradigt. Im Zuge der Arbeiten wurde ein frostsicherer Straßenaufbau hergestellt und die Entwässerung erneuert. Die Maßnahme wurde in zwei Abschnitten von jeweils 600 Metern, zum einen im letzten Herbst und zum anderen im Frühjahr 2010 abgewickelt. Finanziert wurde die rund 800 000 Euro teure Maßnahme aus Mitteln des Konjunkturpaketes.

Nächstes Ziel: Weiterbau bis B 304

Der Landtagsabgeordnete Klaus Steiner hob die Wichtigkeit der Mobilität der Bewohner im ländlichen Raum hervor. "Damit haben wir die Verkehrssituation im Norden des Landkreises Traunstein und besonders für die Schnaitseer Bevölkerung verbessert. Hier mussten wir einen Eingriff machen der wichtig und sinnvoll ist." Dabei konnte er sich einen Seitenhieb auf die vielen Einsprüche und Hindernisse, die immer wieder die Bauausführung verzögern, nicht verkneifen: "Solche Eingriffe erfolgen auch unter einem sozialen Aspekt. Gerade für die vielen Pendler ist eine vernünftige Anbindung sehr wichtig." Steiner will sich dafür einsetzen, dass von Rosenheimer Seite die Weiterführung der Straße bis zur B304 voran getrieben wird.

Sebald König, der Leiter des Staatlichen Bauamtes in Traunstein, zog einen Vergleich von der misslichen Situation, die am Rinkertshamer Berg noch vor einem Jahr herrschte und jetzt, wo das Straßenstück fertiggestellt wurde. Ebenso wie Vertreter der ausführenden Firma Swietelsky, hob er die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor. "Die Anrainer haben die Arbeiten hervorragend unterstützt und so haben wir jetzt genau im Zeitplan ein wunderbares Stück Staatsstraße vor uns. Noch vor einem Jahr hatte diese Passage das Prädikat 'Staatsstraße' nicht verdient." Er bedankte sich auch für das entgegengebrachte Verständnis der Bürger, die wegen der Vollsperrung doch einiges an Umwegen auf sich nehmen mussten.

Der Schnaitseer Bürgermeister Vitus Pichler dankte der Politik und dem Straßenbauamt, dass die langjährigen Bitten zum Ausbau des Rinkertshamer Berges erhört wurden. "Besonders für unsere Firmen und Arbeitnehmer, die tagtäglich nach München fahren müssen, bedeutet dieser Ausbau eine Erleichterung." Auch der Bürgermeister forderte Steiner auf, seinen Einfluss auf politischer Ebene geltent zu machen, damit die Weiterführung bis zur Bundesstraße in absehbarer Zeit realisiert werden kann.

Sofort nach Durchschneiden des Bandes machten sich die Mitarbeiter auf den Weg, um alle Straßensperren und Umleitungsschilder zu entfernen. Damit ist ein erstes Nadelöhr der Anbindung nach Wasserburg und weiter nach München beseitigt.

ju/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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