Abbau der Relikte des Kalten Kriegs

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Bis 12. Oktober ist die Innbrücke der Umgehungsstraße nur einseitig befahrbar, der Verkehr wird mit einer Ampel geregelt. Foto heck

Wasserburg - In den 80er Jahren wurden noch Sperranlagen gegen Panzer an der Innbrücke eingebaut. Nun werden diese Relikte abgebaut und die B304 ist nur halbseitig befahrbar.

Beim Bau der Umgehungsstraße in den 80er Jahren mussten auf der Ostseite am Beginn der Brücke noch Sperranlagen eingebaut werden. Jetzt müssen diese Relikte des "Kalten Krieges" entfernt werden und deshalb ist die B 304 in diesem Bereich bis 12. Oktober nur halbseitig befahrbar.

Seit Montag schon wird an der Entfernung der Trägersteckschachtanlage, wie Schächte für die Stahlträger in der Fachsprache genannt werden, gearbeitet.

Stahlträger für den Ernstfall

Die etwa zweieinhalb Meter langen Stahlträger hätten im Ernstfall Pioniere aufstellen müssen, damit Panzer keine Chance gehabt hätten über die Innbrücke zu fahren. Jetzt, so Horst Zantner vom Staatlichen Bauamt Rosenheim, hat der Bund aus Geldtöpfen des Verteidigungsministeriums Gelder zur Verfügung gestellt, damit die 25 Jahre alte Trägersteckschachtanlagen abgebaut werden, "einmal weil sich der Osten geöffnet hat, zum anderen weil die Abdeckungen der Schächte aus Beton sind und dieser Werkstoff eine andere Ausdehnung etwa bei Wärme hat wie das Bitumen und so Schäden entstehen können, außerdem rasselt es beim drüberfahren", so Zantner, der die alten Sperranlangen an Brücken gut kennt.

Als Pionier bei der Bundeswehr in Straubing betreute er diese mit. Im Landkreis Rosenheim werde die Wasserburger Innbrücke die letzte gewesen sein, wo der Bund solche Sperranlagen noch forderte, sagt er. Beim Bau der Griesstätter Brücke gab es das bereits nicht mehr. Im Bayerischen Wald allerdings, weil diese Region weiter im Osten liegt, gebe es noch etliche solcher Sperranlagen, die an wichtigen Ost-West-Verbindungsstraßen eingebaut sind.

Eine Ampel regelt den Verkehr

Während der vierwöchigen Bauzeit an der B304 regelt eine Ampel den Verkehr, so dass die Straße nur auf einer Seite befahren werden kann, außerdem sind rechts und links Blitzanlangen aufgestellt. Damit die Baufirma Abstellmöglichkeiten hat ist während der vier Wochen auch der Ost-Parkplatz auf Babenshamer Gemeindegebiet gesperrt. Dass die vier Wochen Bauzeit reichen, davon geht Zantner aus.

Eine Umleitung ist nicht ausgeschildert, "erfahrungsgemäß wissen Einheimische wie sie der Baustelle ausweichen können", sagt Karl-Heinz Nießner von der Wasserburger Polizei. Der bereitete die Baustelle bislang keine Probleme. In Zeiten mit hohem Verkehrsaufkommen müsse man mit längeren Wartezeiten an der Ampel rechnen.

vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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