Abschied vom Leistungskurs Kunst

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Jana Griesmayr berichtete, wie ihre Holzskulptur entstand. 

Wasserburg - Für Marianne Huber geht mit dem Ende dieses Schuljahres auch zu Ende, wofür sie sich engagiert hat, seit sie am Luitpold-Gymnasium Kunst unterrichtet: der Leistungskurs Kunst.

Der Leistungskurs Kunst 2008-2010 ist ihr vorerst letzter, weil es Kunstunterricht in dieser Form bei Einführung des G8 nicht mehr geben wird.

Quasi zum Abschied gab es zum Wochenbeginn an der Schule einen Abend mit Ausstellung der Werke, die die Schüler geschaffen hatten, mit einer Performance, Marianne Huber zeigte den Gästen, wie ihre Schüler die Mensa gestaltet haben und die große Holzplastik im Hof.

In den Gängen des alten Gebäudes und in der Aula zeigten die Schüler ihre Bilder, erfuhren die Gäste, mit welchen Themen und Aufgaben sie sich im LK beschäftigt hatten. Für ihre Facharbeit hatte sich Jana Griesmayr mit Georg Büchners Woyzeck auseinandergesetzt. Zu sehen war ihr dreiteiliges Bühnenmodell zu diesem Stück.

Im Hof steht die große Holzplastik von Angela Kirchlechner, die gerne erläuterte, wie die Arbeit zustande kam. Den Baumstamm, aus dem die Figur herausgearbeitet wurde, hatte die Familie Lorenz zur Verfügung gestellt. Ihr dankte Marianne Huber ganz besonders, denn nach dem tragischen Unfalltod ihrer Tochter Anna hatten die Eltern den Leistungskurs Kunst kräftig weiter unterstützt. Anna hatte bei Marianne Huber seit Jahren Unterricht in der Altmeisterlichen Malerei genommen und in der Aula war Anna Lorenz ein eigener Platz mit ihren Bildern gestaltet worden. Und auch in der Mensa ist das großformatige Bild des gesamten Leistungskurses mit dem Titel "Menschenwürde" Anna Lorenz gewidmet. Sie sei, so ihr Klassenkamerad Benjamin All während eines Gedenkens, das Herz des Leistungskurses gewesen, sie habe sich über ihren Besuch an der Kunstakademie gefreut und habe sich noch vor einem Jahr schon als Studentin dort gesehen.

Viel Emotionen weckte an diesem Abend auch Luzy Ahlgren mit ihrer Performance unter dem riesigen Auge, das von der Decke in der Aula hing. Es ging um Schmerz und Leid, beides machte sie mit ihren leisen oder auch lauten Tönen, ihren Bewegungen und ihrer Mimik spürbar. Der Blick der Gäste mit ihren eigenen Augen direkt in das große Auge verstärkte das optisch nocheinmal.

vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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