"Achtung - Baum fällt"

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Präzision und Sicherheit waren beim forstlichen Wettbewerb des Landkreises Rosenheim im Wasserburger Stadtwald besonders wichtig.

Wasserburg/Landkreis - Beim forstlichen Wettbewerb des Landkreises Rosenheim präsentierten 37 Auszubildende in der Landwirtschaft ihre Kenntnisse rund ums Bäumefällen und -pflanzen.

Martin Gams, Josef Scheck und Daniel Entfellner fahren als die drei Bestplatzierten des Regionalentscheids zum Landesentscheid, der im Juli in der Waldbauernschule in Goldberg bei Kelheim stattfindet. "Achtung - Baum fällt", mit diesem Kommando warnten die Teilnehmer des forstlichen Wettbewerbs im Wasserburger Stadtwald in der Äußeren Lohe, ehe sie ihren Baumstamm gekonnt zu Fall brachten. Im Rahmen überbetrieblicher Ausbildungsmaßnahmen ihrer Berufsausbildung zum Landwirt hatten 37 Auszubildende des dritten Ausbildungsjahres im Vorfeld einen forstwirtschaftlichen Kurs absolviert, um den richtigen Umgang mit Arbeitsmitteln und Technik in der Forstwirtschaft zu erlernen.

Nun konnten sie beim Forstwettbewerb des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim ihre Kenntnisse unter Beweis stellen und zudem wertvolle Forstartikel gewinnen, die von Landtechnikfirmen aus dem Landkreis gesponsert wurden. Dementsprechend gern nahmen die angehenden Landwirte an dem Wettbewerb teil, der laut einhelliger Meinung, Spaß mache und auch noch einen praktischen Nutzen habe. Neben einem theoretischen Wissenstest, der sich unter anderem um die Bestimmung und die Pflege der Waldpflanzen drehte, wurden die praktischen Fähigkeiten in vier Disziplinen bewertet.

Unter der fachlichen Leitung von Ausbildungsleiter Karl Huber und den prüfenden Blicken von Forstdirektor Josef Berthold im theoretischen Teil und des Revierförsters Ludwig Krug sowie einiger Forstwirtschaftsmeister von der Nachbarbehörde Ebersberg im praktischen Teil, ging es um richtige Schneidetechniken, die Pflanzung nach dem "Rhodener Verfahren" und Arbeitssicherheit.

Forstwirtschaft und Baumfällen sei Präzisionsarbeit bei der es um konkrete Maße, Vorgehensweise und Reihenfolgen ginge, erläuterte Ausbildungsberater Huber. Wobei die Zielgenauigkeit die schwierigste Aufgabe sei. Bei forstwirtschaftlichen Arbeiten gäbe es eine Menge zu beachten, um Verletzungen und Schäden zu vermeiden und gleichzeitig eine hohe Produktqualität zu erreichen. Beim Wettbewerb mussten die Teilnehmer beim Fällen des Stamms mit einem Fallkerbschnitt einen markierten Pflock treffen, mit einem Kombinations- und einem Präzisionsschnitt den am Boden liegenden Stamm fachgerecht bearbeiten, um so eine gerade Schnittfläche und vorgegebene Maße zu erreichen und ja nicht in die Unterlage zu schneiden. "Denn dann ist die Schneid dahin", erklärte Huber und gerade auf die richtige Schneid komme es ja an.

Insgesamt konnten die Teilnehmer 350 Punkte erreichen, wovon 100 Punkte im theoretischen Teil vergeben wurden, die restlichen Punkte waren in der Praxis zu holen. Hier wurde neben der Technik auch die Arbeitssicherheit bewertet und großer Wert auf die Schutzausrüstung mit fester Bekleidung, schnittfesten sicheren Schuhwerk, Lederhandschuhen sowie Schutzhelm mit integriertem Hörschutz und Schutzbrille gelegt. Punktabzüge gab es dementsprechend für Verstöße gegen die Arbeitssicherheit, aber beispielsweise auch für unregelmäßige Pflanzabstände, fehlende Treffgenauigkeit, oder die Nichteinhaltung klarer Vorgaben für Tiefe und Öffnung oder Winkel bei Schnitttechniken.

Am Ende machten alle Teilnehmer ihre Sache recht gut. Manchen fehlte es jedoch tatsächlich an der Schneid und auch das bedeutete Punktabzug. Nicht so bei den drei Bestplatzierten. Martin Gams ( Ausbildungsbetrieb Niedermair, Deutlhausen) und Josef Scheck (Weisham) erreichten jeweils 301 Punkte, Daniel Entfellner (Ausbildungsbetrieb Sebastian Grießer, Söchtenau) erreichte 296 Punkte. Sie wurden für ihre guten Leistungen vom Behördenleiter Wolfgang Hampel und der Zweiten Bürgermeisterin der Stadt Wasserburg, Marlene Hof-Hippke, geehrt.

ca/Wasserburger-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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