Alarmsystem ärgert Feuerwehrler

Rechtmehring - Verärgert ist man in Rechtmehring, dass bei großen Einsätzen der Feuerwehr bei der Alarmierung vieles nicht funktioniert.

Zur Alarmierung beim Großbrand in Altrosenberg vor Kurzem gab es jetzt in der Sitzung des Rechtmehringer Gemeinderats harsche Kritik. Die Isener Wehr sei an der viel näher liegenden Feuerwehr Maitenbeth vorbeigefahren, die erst nicht alarmiert worden sei. Die ebenfalls nicht alarmierte Feuerwehr Schleefeld habe dann die Leitstelle angefunkt, da man Sirenen gehört und Rauchschwaden gesehen habe. Zur Antwort habe man bekommen: "Wenn ihr nicht alarmiert seid, dann bleibt zu Hause." Der Kommandant der Feuerwehr Rechtmehring habe dann auf eigene Verantwortung nachalarmiert.

Barth Angerer mutmaßte, dass bei gut funktionierender Alarmierung wohl 100.000 Euro weniger Schaden entstanden wären. Bürgermeister Sebastian Linner betonte mehrmals, dass er dem nachgehen werde. "Geschwätz von den Feuerwehr-Verantwortlichen im Landkreis Mühldorf habe ich jetzt viel gehört", jetzt müssten den Versprechungen endlich Taten folgen. Er wies darauf hin, dass seit Juni letzten Jahres die integrierte Leitstelle in Traunstein in Betrieb sei und bisher bei bedeutenden Einsätzen vieles nicht funktioniert habe.

Weitere Beispiele für stark verbesserungswürdige Alarmierung führte Hans Friesinger an. Vereinbart sei, dass generell bei Alarmierung von Rechtmehring auch Schleefeld mit alarmiert werde, da Rechtmehring keine Tragkraftspritze mehr im Fahrzeug habe und diese damit von Schleefeld gestellt werden solle. "Dies hat bisher nicht geklappt". Bei einem Verkehrsunfall bei Willerstett, sehr nahe dem Feuerwehrstandort Schleefeld, habe die Leitstelle Edling, Steppach, Albaching und Pfaffing alarmiert, nur das nahe Schleefeld nicht. Beim Brand in Eisenau in der Gemeinde Haag sei die relativ weit entfernte Feuerwehr St.Wolfgang angefordert worden und die benachbarte Feuerwehr aus Soyen nicht. "Gemeinde und Feuerwehren tun alles und investieren viel Geld, damit eine hohe Einsatzbereitschaft gewährleistet ist und dann scheitert eine effektive Arbeit an relativ einfachen Dingen wie der Alarmierung".

Linner betonte noch einmal, diesen Problemen nachzugehen und auf Antworten zu warten.

Im Zusammenhang mit dem Brand in Altrosenberg konnten nur dank dem Einsatz von zwei großen Güllefässern und eines privat errichteten Lösch- und Badeweihers in Kling eine gute Löschwasserversorgung hergestellt werden. Nun wird die Gemeinde prüfen, ob am Franzosenbach ein kleiner Löschweiher angelegt oder gegebenenfalls ein Tank eingegraben werden soll.

fxm/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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