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Abschluss-Turnier nach zwölf Jahren

Mit Sportsgeist und Wehmut: Darum verabschiedet sich die Seniorenliga der Stockschützen

Im Jahr 2018: Das siegreiche Garser Team mit (von links) Helmut Eder, Manfred Hofstetter, Georg Fischer und Fritz Neumair. Rechts Spielleiter Helmut Maier und links sein Stellvertreter Wilhelm Oberland.re
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Im Jahr 2018: Das siegreiche Garser Team mit (von links) Helmut Eder, Manfred Hofstetter, Georg Fischer und Fritz Neumair. Rechts Spielleiter Helmut Maier und links sein Stellvertreter Wilhelm Oberland.re

Zwölf Jahre trafen sich die Stockschützen-Senioren zur Wasserburger Altlandkreisliga. Am Dienstag (14. Juni) gibt es ein allerletztes Turnier. Danach ist Schluss. Mit viel Sportsgeist und etwas Wehmut blickt Spielleiter Helmut Maier dem Abschluss-Turnier entgegen.

Albaching – Zwölf Jahre trafen sich die Stocksport-Senioren zur WS-Altlandkreisliga. Spielleiter war und ist nach wie vor Helmut Maier aus Albaching. Er macht das Dutzend heuer noch voll, dann ist Abschied angesagt: „Nach zwölfjährigem Spielbetrieb und anschließender pandemiebedingter Pause haben die Mannschaftsführer der teilnehmenden Teams in der letzten Besprechung das Ende dieser Spielrunde beschlossen“, sagt der Initiator und langjährige Organisator mit ein wenig Wehmut in der Stimme.

Keinen Nachfolger für Spielleiter Helmut Maier

Gründe für das Ende der Wettkämpfe gab es gleich mehrere. Ein wesentlicher Punkt war, dass der 76-jährige Helmut Maier nicht mehr für eine weitere Spielleitung nicht mehr zur Verfügung stand. Und ein Nachfolger konnte nicht gefunden werden. Aber dies war nicht der einzige Grund für die Beendigung dieser so doch recht beliebten Spielrunde. Auch Spielermangel in den einzelnen Vereinen führte dazu, dass nur noch vier Teams für 2022 eine feste Zusage machen konnten.

Im Jahr 2012: Beim fünften Anlauf hat es für die Albachinger Stockschützen geklappt. Im Abschlussturnier der Senioren WS-Altlandkreisliga auf der heimischen Anlage fingen sie die nach Abschluss der neun Spielrunden die mit einen Punkt führenden Eiselfinger noch ab. Die Gastgeber präsentierten sich in einer glänzenden Tagesform und holten sich den Sieg im abschließenden Neuner-Turnier die neun Siegpunkte. Unser Foto zeigt den Albachinger Wilhelm Oberland nach der konzentrierten Abgabe eines Schusses auf den Stock des Edlinger Moar. Gespannt verfolgen Albachinger sowie Edlinger Stockschützen das Ergebnis des Versuchs.

Auch hat der Kreis Inn/Chiem den Modus in ähnlicher Form für seine Meisterschaftsrunden übernommen.

Freundschaftliches Abschlusstunier in Albaching

Allerdings wollte man doch nicht so sang- und klanglos auseinandergehen und beschloss einstimmig, entsprechend einem Vorschlag des Rotter Mannschaftsführers, dass man im Juni ein „Freundschaftliches Spielrunden-Abschluss-Turnier“ der zuletzt beteiligten Teams in Albaching durchführen soll. Es wurde dafür auch gleich mit Dienstag, 14. Juni, 18 Uhr, ein Termin gefunden. Dann wird auf der Albachinger Sommerstock-Sportanlage. noch einmal alles gegeben: mit viel Sportsgeist und etwas Wehmut.

Immer wieder Spielermangel

„Diese Spielrunde hatte eine relativ lange Lebensdauer“, erinnert sich Helmut Maier. Gestartet ist man im Jahre 2008 mit acht Mannschaften. Doch bereits ein Jahr später kam Rott hinzu, sodass man auf die optimale Teilnehmerzahl von neun Teams kam. Immer dabei in den zwölf Jahren waren Amerang, Albaching, Babensham, Griesstätt und Zellerreith. Ausgeschieden sind in den Jahren Edling, Haag und Eiselfing. Diese „Ausscheider“ wurden immer wieder durch Neumeldungen (Harpfing, Schonstett, Gars) kompensiert. „Zwar konnte Gars wegen Spielermangel keine Mannschaft mehr für unser Abschlussturnier stellen“, bedauert Maier. Aber der viermalige Sieger Eiselfing sei spontan eingesprungen.

Gespielt wurde die gesamten zwölf Jahre in einer einfachen Runde, wobei jedes Team vier Heimspiele und vier Auswärtsspiele hatte. „Im folgenden Jahr habe ich denn Heim- und Auswärtsspiele so angesetzt, dass immer ein Wechsel stattgefunden hat und keine Mannschaft immer denselben Gegner zuhause empfing“, beschreibt Meier sein Vorgehen als Spielleiter.

Geselligkeit stand im Vordergrund

Im Jahr 2009: Die Eiselfinger Stockschützen (von links) Alois Reitberger, Helmut Kaltenhauser, Georg Wagner und Rupert Reihofer sicherten sich bereits zum zweiten Mal den großen Ligapokal im Albachinger Stockheim.

Etwas später, als die Stockschützen ins gesetztere Alter kamen, habe man die zugelassenen Plattenstärken „zwecks der Chancengleichheit“, so Maier, etwas reduziert. Es durfte künftig mit keiner „Lila“ und keiner „43iger“-Platte geschossen werden. „Die wären zu schwer gewesen“, erklärt Maier.

Von Anfang an habe in dieser Spielrunde neben dem sportlichen Vergleich einer bestimmten Altersgruppe, natürlich die Geselligkeit und Kontaktpflege im Vordergrund gestanden. „Und diesen Gedanken hat man voll bis zum Ende gepflegt. Denn jeder Wettkampf fand seinen Abschluss mit einem gemütlichen Beisammensein und einer deftigen Brotzeit und einen Umtrunk“, berichtet Maier.

Gespielt wurde 12 Jahre immer dienstags

Spieltag war üblicherweise in den ganzen zwölf Jahren der Dienstagabend. Und so wird auch das Abschlussturnier mit neun Teams am Dienstag, 14. Juni, durchgeführt. „Vielleicht schauen dann auch wieder Kaninchen zu“, scherzt Maier. Er erinnert sich zu gut an diese Episode: „Auf der Sommerstock-Sportanlage in Zellerreith waren gelegentlich besondere ‚Zuschauer‘ zu Gast. Vom nahen Waldrand spitzten dann einige Kaninchen hervor. Es ist aber bis heute nicht geklärt, ob sie dies wegen der Treffsicherheit der Schützen machten oder ob sie wegen der zahlreichen Fehlschüsse neugierig wurden“, lacht Maier.

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