Albachinger gesteht Mord: "Keine dritte Scheidung"

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Traunstein - Ein 69-jähriger Albachinger zum Auftakt eines Mordprozesses am Traunsteiner Landgericht die Tötung seiner Frau gestanden. Eine Affäre der Frau zu einem 25-jährigen Ägypter war der Auslöser

„Toto“, wie die Frau von allen genannt wurde, musste am 10. Dezember 2010 auf einem ehemaligen Bauernhof in Albaching gewaltsam sterben, weil sie ihren Mann verlassen und die gemeinsamen Kinder mitnehmen wollte. Die von den Philippinen stammende Frau hatte bereits 2009 im Internet einen 25-jährigen Ägypter kennengelernt, den sie auch zweimal in seiner Heimat besucht hatte. Nach einem Ägypten-Urlaub im November 2010, offenbarte „Toto“, dass sie von ihrem Liebhaber schwanger sei. Daraufhin habe der Rentner ihr angeboten, das Kind gemeinsam aufzuziehen und den jungen Ägypter in dem Haus in Albaching aufzunehmen, solange sie sich nicht von ihm trenne. Als sie dennoch plante, ihn zu verlassen, kam es zu einem Streit und der Tat, räumte der Angeklagte am Dienstag ein.

Razel B. wurde im Dezember tot in ihrer Wohnung in Albaching gefunden.

Nach einem gescheiterten Selbstmord und der Festnahme in München beichtete der Angeklagte die Tat und machte später noch Detailangaben zu dem Mord, die Staatsanwalt Bernd Magiera von einem heimtückischen Verbrechen ausgehen lassen. In der jüngsten Verhandlungssitzung jedoch zog er seine Aussagen teils zurück.

Laut Anklage schlug er der Mutter im Badezimmer mit einem Holzprügel mindestens dreimal auf den Hinterkopf, ehe er das Opfer mit beiden Händen würgte. Die Staatsanwaltschaft klagte den zur Tatzeit 68-Jährigen wegen Mordes aus Heimtücke an. Die Kinder werden vom Jugendamt betreut.

Ein Urteil wird am 5. Juli erwartet.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © re

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