Alles pure Natur aus der Heimat

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Egal ob "G'sundheitsapfe" oder "Kindheitsapfe": Die knackigen Früchte fanden problemlos ihre Abnehmer.

Wasserburg - Letztes Jahr fiel der Apfelmarkt aus, weil es kaum Äpfel gab. Dieses Jahr hängen die Bäume voll und die Einkäufer konnten sich an der Fruchtpalette heimischer Streuobstwiesen laben.

Das Wetter war bestens, die Anbieterstände bei fast sommerlichen Temperaturen dicht umlagert.

Die Apfelkücherl des Reitmehringer Gartenbauvereins, zehn Damen hatten einen Zentner Äpfel dafür verarbeitet.

Und so nahmen viele Familien, Gesundheitsbewusste und einfach Interessierte am vergangenen Samstag wieder gerne das Angebot wahr, sich ergiebig mit Vitaminen einzudecken. Das Erntejahr war bestens, der Warenkorb entsprechend reich gefüllt. Insbesondere mit Zwetschgen und einer breiten Sortenpalette an Äpfeln, wie Horst Schreiber vom Reitmehringer Gartenbauverein sowie Anton Kölbl vom Gartenbauverein Wasserburg, beide organisierend tätig, übereinstimmend bestätigten.

Beide freute auch, dass es heuer eine Steigerung bei den Anbietern und damit auch Ständen gab, die Angebotspalette an regionalen Produkten entsprechend ausgeweitet werden konnte. "Alles ungespritzt, alles pure Natur aus der Heimat", darauf legt Anton Kölbl ausdrücklich Wert.

Erfreut zeigte er sich auch darüber, dass die Käufer regelmäßig die Kontaktadressen der Anbieter nachfragten, ein Ausdruck der Kundenzufriedenheit und Nachhaltigkeit dafür, sich auch in den Wintermonaten mit den qualitativ hochwertigen Ernteprodukten der Streuobstbauern versorgen zu können, so Kölbl.

Vielfältigste Birnensorten und Äpfel, Zwetschgen und Walnüsse, edle Obstbrände und Konfitüren, Honigprodukte und Gewürze, Lampionfrüchte und selbst getrocknete Mangos, Papayas und Ananasstücke aus Brasilien: Man konnte sich an der Farb- und Fruchtpalette nicht nur satt sehen, sondern auch wortwörtlich satt kaufen.

"Is dös dei G'sundheitsapfe?", "Na, dös is mei Kindheitsapfe", und schon hatte wieder ein Steigerl knackig-bunt leuchtender Äpfel seinen Abnehmer gefunden.

So auch bei den köstlichen "Erdäpfe-Speiterl" mit Sauerrahm und Rosmarin von Stadtrat Lorenz Huber. "Dös Bratfett muast da dabei einfach wegdenka", seine Verkaufsparole für alle Schlankheitsapostel.

Ein Paradies für Schleckermäuler: Konfitüren, Marmeladen und auch "geistige" Köstlichkeiten waren im Angebot.

Pflanzentauschbörse und Staudenmarkt, Apothekerbirnenverkostung und Brotzeitstand, Kinderschminken und Kuchenbüfett: Der Apfelmarkt war eine rundherum gelungene Sache und die Besucherzahl bestätigte das Konzept.

Ins Schwitzen kam auch Kreisgartenfachberater Sepp Stein vom Landratsamt. Er klärte über edelste Apfelsorten auf und informierte über Obst- und Kulturwege im Landkreis.

Der Selbstläufer waren aber wieder um die fast schon legendären "Apfelkücherl" vom Reitmehringer Gartenbauverein. Zehn engagierte Damen hatten einen Zentner Äpfel geschält, um bis in die Nachmittagsstunden die nicht endende Nachfrage an den köstlichen Schmalzgebäck-Kringeln zu befriedigen.

Auf ihre Kosten kamen auch die Kinder, die sich beim weitläufigen Aktivprogramm hinter der Frauenkirche richtig austoben konnten.

Probieren, studieren und dann kaufen: Wer die falsche Obstsorte nach Hause brachte, war selber schuld. An fast allen Ständen konnte man vor der endgültigen Wahl seinen Gaumen mit Probierhäppchen ausgiebig verwöhnen.

tro/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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