Generationswechsel im Museumsverein

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Der neu gewählte Vorstand des Fördervereins Bauernhausmuseum Amerang mit ihren Vorgängern im Amt.

Amerang - Der Förderverein des Bauernhausmuseums wählte die Geschäftsführerin von Chiemsee Alpenland, Christina Pfaffinger, zur ersten Vorsitzenden:

Der Förderverein „Bauernhausmuseum Amerang e.V.“ hat einen neuen Vorstand. Bei der Jahreshauptversammlung am 5. Juli wählten die Mitglieder Christina Pfaffinger zur neuen Ersten Vorsitzenden. Die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Chiemsee Alpenland ist damit die Nachfolgerin des langjährigen Vorsitzenden Dr. Otto Helwig, der nicht mehr kandidierte. Im gesamten Vorstand des Vereins gab es einen Generationswechsel. Bezirksrat Sebastian Friesinger wurde zum 2. Vorsitzenden gewählt. Neuer Schatzmeister ist der Geschäftsstellenleiter der Sparkasse Wasserburg, Markus Keller, das Amt des Schriftführers übernahm der Ameranger Gemeinderat Andreas Schauberger.

 „Ich habe mich für das Amt als Erste Vorsitzende gerne beworben“, sagte Christina Pfaffinger. „Das Bauernhausmuseum Amerang ist eine touristische Attraktion in unserer Region, ich fühle mich diesem Museum seit vielen Jahren sehr verbunden.“ Sie sprach den langjährigen Vorstandsmitgliedern, die nicht mehr kandidierten, ihre Anerkennung aus. So traten neben Helwig auch Richard Steinbichler, Geschäftsführer Sparkasse Wasserburg, und der ehemalige Bezirksrat Johann Stöttner nicht mehr an.

Dr. Otto Helwig zog in seinem Rückblick auf 16 Jahre Amtszeit eine positive Bilanz. „In den Jahren meiner Amtszeit wurden Projekte ein Höhe von 210.000 Euro gefördert“, bilanzierte er. So wurde gleich nach seinem Amtsantritt eine Dokumentation zur Haus­ und Hofforschung aufgenommen. #Außerdem wurde das gemeinsame Jahrbuch der oberbayerischen Freilichtmuseen Glentleiten und Amerang realisiert, das erste Jahrbuch erschien 2006.

 „Wichtig war mir immer, das das Museum dabei zu unterstützen, das Wissen um die Geschichte unserer Heimat und der Bauernhäuser zu vermitteln“, so Helwig. Unter seiner Regie wurden Audioguides angeschafft sowie in der Furthmühle das Modell eines Mahlwerkes, um die Technik verständlich zu machen. Einschneidende strukturelle Veränderungen im Verein waren die Verkleinerung des Vorstandes von 14 auf 7 Mitgliedern, die Erhöhung der Jahresbeiträge im Jahr 2006 und die Einführung einer Familienmitgliedschaft.

 Auch der ehemalige Bezirksrat Johann Stöttner und der ehemalige Kassier Richard Steinbichler wurden mit viel Beifall verabschiedet. Stöttner hatte sich zudem in seiner Zeit als Bezirksrat im Bezirk Oberbayern in dieser Funktion für die Belange des Bauernhausmuseums Amerang eingesetzt, Steinbichler das Vermögen des Vereins immer ausgezeichnet verwaltet. Christina Pfaffinger will die bewährte Arbeit des Fördervereins fortführen. Dazu stehen ihr langjährige Vorstandsmitglieder beiseite. Bürgermeister August Voit und Kreisheimatpfleger Ferdinand Steffan sowie die Museumsdirektorin sind aufgrund ihrer Funktion Mitglieder des Vorstandes und arbeiten wie gewohnt für den Verein weiter.

Museumsdirektorin Dr. Monika Kania­Schütz bedankte sich bei den scheidenden Vorständen. „Wir haben zu 99 Prozent in dieselbe Richtung gearbeitet.“ Für die Zukunft wünschte sie sich eine kontinuierliche und konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle des Museums.

Der Verein Südostoberbayerisches Bauernhausmuseum e.V. wurde 1972 mit dem Ziel gegründet, das Bauernhausmuseum Amerang zu eröffnen. Seit 1982 ist das Freilichtmuseum in der Trägerschaft des Bezirks Oberbayern. Seitdem unterstützt der Förderverein Bauernhausmuseum Amerang e.V. sowohl ideell als auch materiell die Museumsaktivitäten. Der Verein zählt derzeit 584 Mitglieder.

Pressemitteilung Bauernhausmuseum Amerang e.V.

Quelle: rosenheim24.de

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