Rätselraten um 40-Meter-Masten bei Kirchensur

"Hier im Dorf breitet sich Unsicherheit aus"

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Der Mobilfunkmasten steht nun auf einem Ersatzstandort - zuvor befand sich ein ähnlicher Masten auf einem nahegelegenen Hausdach.
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Amerang - Ein neuer 40-Meter-Masten im Wald zwischen Frabertsham und Kirchensur - und niemand hat davon gewusst? "Im Dorf breitet sich Unsicherheit aus", so einer unserer Leser. Wir haben uns erkundigt.

"Unweit von uns wurde vor ein paar Tagen ein Sendemast errichtet, zwischen Gallertsham und Kirchensur. Ich finde nirgends dazu Informationen, auch nicht in der EMF-Datenbank der Bundesnetzagentur", so einer unserer Leser aus Gallertsham. Er persönlich störe sich nicht an dem Masten, doch "hier im Dorf breitet sich nur Unsicherheit aus, vermutlich auch, weil niemand informiert wurde".

Der Masten befindet sich direkt an der Gemeindegrenze auf Ameranger Gebiet. Dort weiß man mehr: "Schon im September 2015 ist dieser Masten baurechtlich genehmigt worden", so Geschäftsleiter Helmut Stadler auf Nachfrage von wasserburg24.de. Gebaut wurde er aber tatsächlich erst in den vergangenen Wochen und Monaten - und erst bei der Inbetriebnahme muss die Gemeinde vom Betreiber wieder informiert werden, was noch nicht passiert ist.

Masten am Hausdach bekam keine weitere Erlaubnis

Rund 40 Meter hoch ist der Mobilfunkmasten und wurde vom Telefonica-Konzern (ehemals O2) aufgestellt. Ein Mobilfunkmasten in dieser Gegend ist nicht neu: Zuvor war er auf einem Dach beim Weiler Hub angebracht, etwa 300 Meter nördlich des jetzigen Ersatzstandortes. Allerdings natürlich kleiner "und am Dach haben wir die Genehmigung dafür nicht verlängert", so Stadler.

Der Masten hat an der Spitze noch Plattformen, damit dort gegebenenfalls weitere Netzantennen von anderen Mobilfunkbetreibern angebracht werden können - dazu sei Telefonica verpflichtet. 

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xe

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