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Eselnachwuchs bei Evenhausen kurz vor Weihnachten

In Marias Stall: Tierisches „Christkindl“ erblickt Licht der Welt zur staaden Zeit

Eselfohlen Spagl-Hof in Lindach bei Evenhausen
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Stolze Eselmama Molly: Das kleine Eselfohlen kam am 10. Dezember im Stall von Maria Spagl zur Welt.

Pünktlich zum Fest der Liebe hat sich ein kleines Weihnachtswunder in Lindach ereignet. Im Eselstall von Maria Spagl gab es tierischen Nachwuchs: Pechschwarz, die langen Ohren neugierig gespitzt, wild und ungestüm.

Amerang/Evenhausen - König Ludwig und Molly sind Eltern geworden: Am Abend des 10. Dezembers kam ein kleines Eselfohlen zur Welt - ganz ohne tierärztliche Hilfe lag es plötzlich im Stroh.

„Das ging alles so schnell“, erinnert sich Besitzerin Maria Spagl. „Als wir abends nochmal nach Molly sahen, stand die Kleine bereits neben der Mama. Bei Eseln ist das ein Phänomen: Nur eine Stunde nach der Geburt stehen die - wenn auch auf wackeligen Beinen - und saufen an den Zitzen der Mama.“

Am 10. Dezember kam das Eselfohlen auf dem Spagl-Hof in Lindach bei Evenhausen zur Welt.

Der Eselvater ist ein Mischling aus Obermühle bei Babensham, die reinrassige Eselmutter besitzt niederbayerische Wurzeln aus Pfeffenhausen in der Nähe von Landshut. „Die beiden verstehen sich trotz der Landesunterschiede prächtig“, erzählt Marias Mann Franz Xaver mit einem breiten Grinsen. Die drei Esel befinden sich auf dem Hof in bester Gesellschaft zu 60 Kühen, Hühner, Katzen und dem Hofhund.

Eigene Esel waren schon immer Marias Traum

Seit sechs Jahren leben die zwei Esel zwischen Eiselfing und Evenhausen. Für Maria ging damit ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung: „Ich komme vom Bauernhof, wir hatten immer Tiere - ohne kann ich es mir nicht vorstellen.“ Und eigene Esel seien schon immer ihr Traum gewesen - zu ihrem 50. Geburtstag war es dann soweit.

Esel sind Entschleuniger für mich. Die stehen da, schauen, rühren sich nicht und haben die Ruhe weg. Das fasziniert mich bei den Eseln“, erklärt die Besitzerin. Die Redewendung „störrischer Esel“ aber käme nicht von ungefähr: „Wenn sie nicht wollen, bringst du die nicht vom Fleck.“

Im Eselstall auf dem Spagl-Hof gibt es Nachwuchs.

„Richtiges Glückseselchen“

Dass der Nachwuchs gesund ist, ist für die Spagls ein „kleines Weihnachtswunder“. Elf bis dreizehn Monate tragen Esel in der Regel. Normalerweise kommen Eseljunge im Frühjahr auf die Welt. Dass das wenige Tage alte Fohlen das Licht der Welt in der Adventszeit erblickte, sei ungewöhnlich.

Dazu kommt, dass das Eselpaar bisher schon drei Fohlen verloren hat: Das erste hat die Zeit nach der Geburt nicht überstanden, das zweite kam ohne Saugreflex auf die Welt und starb wenige Tage später und das dritte war eine Frühgeburt vor zwei Jahren. „Das tut schon weh und ist auch schlimm für Molly. Drum sind wir sehr froh, dass es der Kleinen jetzt so gut geht. Ein richtiges Glückseselchen“, sagt Maria mit einem Blick auf das springende Fohlen.

Wild und ungestüm verhält sich das noch namenlose Eselfohlen im Kreise der Eltern.

Einen gesunden und munteren Eindruck scheint der Eselnachwuchs auf dem Hof definitiv zu machen: Es springt umher, schlägt aus, tollt im Schnee und wird nach „Eselmanier“ zurechtgewiesen, wenn es einem Elternpaar dann doch zu aufdringlich wird.

Auch wenn es schon Ideen gibt, einen Namen hat die Kleine noch nicht. Da haben sich die Spagls noch nicht entschieden. Für sie steht an erster Stelle, dass es mit der Entwicklung des Eselfohlens weiter bergauf geht - und freuen sich über jeden neuen Tag, an dem es Unfug anstellt.

mb

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