Av September 2020

Haus für Kinder St. Rupert Amerang gründet Waldgruppe

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Von links: Einrichtungsleitung Herr Schneider und Trägervertreter Herr Staber bei der Besprechung, wie die alten Türen des Bauwagens ersetzt werden können.

Amerang - Raus in die Natur! Das soll es für 13 Kinder im Ameranger Gemeindegebiet ab September heißen.

Die Meldung im Wortlaut:


Spielen, Erkunden, Entdecken und das bei fast jedem Wetter draußen in der Natur. Inmitten von weitläufigen Spielflächen, umrahmt von den Einflüssen sowie Vorgaben der Natur und als Spielmaterial: Äste, Blätter, Lehm, Sand, Steine, Wasser, ganze Baumstämme, Felsen, einfach alles, was die Natur zur Verfügung stellt. „Bei Waldgruppen handelt es sich umein modernes Konzept aus Schweden, das sich international großer Beliebtheit erfreut. Mittlerweile gibt es mehr als 1.700 Waldkindergärten in Deutschland, selbst nach Länder wie Japan wird das Konzept exportiert“, so der Leiter vom Haus für Kinder Amerang. 

Gemeinsam haben sich der ehrenamtlichen Trägervertreter Herr Staber, die Einrichtung und die Gemeinde Amerang auf den Weg gemacht, im September in Amerang eine Waldgruppe zu etablieren. Als Standort der Gruppe ist eine Wiese in Waldnähe angedacht, auf der ein beheizbares und wetterfestes „Basislager“ errichtet wird. „Ein Teil davon wird ein Bauwagen, der dank dem Einsatz vom Förderverein der Einrichtung gefunden und mit aufgetriebenen Spenden in vielen ehrenamtlichen Stunden hergerichtet wird“, so der Vertreter der Trägerstiftung Herr Staber, der im Hintergrund mit dem Einrichtungsleiter Herr Schneider bereits unzählige Stunden in die Planung und Umsetzung investiert hat. „Als Träger möchten wir uns auch bei unserem Elternbeirat bedanken, der einen möglichen Standort gefunden hat und uns bei der Umsetzung unterstützt."


Naturerfahrungen unterstützen kindliche Entwicklung

Für Personal und Familien der Einrichtung ist die Naturpädagogik bereits ein fester Bestandteil. Einmal wöchentlich finden Waldtage statt. „Diese Waldtage erfreuen sich bei allen Beteiligten großer Beliebtheit. Auch im Zusammenhang mit dem Lockdown, der viele Kinder wochenlang in die eigenen vier Wände verbannte, wurde das Fehlen und somit die Bedeutung von Naturerfahrungen nochmals bewusster“, so Herr Schneider, der selber in einem Waldkindergarten gearbeitet hat. 

Naturerfahrungen sind in höchstem Maße förderlich für die kindliche Entwicklung. Neben den positiven Effekten auf die psychische und körperliche Gesundheit der Kinder fordert und fördert die Natur die Kinder im Besonderen. Das unebene und weitläufige Gelände, die vielen Kletter- und Bewegungsmöglichkeiten, nicht ohne Grund sind Waldkindergartenkinder motorisch besonders fit. Und erst das Spielmaterial – was ist schon ein Stück Holz? Ein Telefon? Ein Auto? Ein Baustein? Wollen Kinder gemeinsam spielen, so müssen sie hier eine Einigung finden. Zudem fordert die Natur ständig zu gemeinsamen Aktionen auf, das Material ist nicht immer leicht zu tragen, manchmal braucht man Hilfe um auf den Baum zu klettern und wer hat Lust gemeinsam eine Brücke über den Bach zu bauen? Solche Aktionen schweißen die Kindergruppe zusammen, fordern und fördern ihre Sozialkompetenz, Kreativität und Handlungskompetenz.

„Dank der vielen Neuanmeldungen und den Erfahrungen aus den Waldtagen können wir unser pädagogisches Angebot durch eine feste Waldgruppe früher erweitern als ursprünglich gedacht“, so die Einrichtungsleitung. Dabei soll die Waldgruppe nicht für sich alleine stehen, vielmehr sollen Haus- und Waldgruppen gegenseitig von Erfahrungen profitieren und im engen Austausch stehen. So wird es auch für die Hauskinder zukünftig statt einem zwei Waldtage und wechselseitige Besuche geben. Unterstützung fand die Idee von Anfang an beim Träger der Einrichtung, Herrn Pfarrer Reindl und dem Trägerrat, wo gemeinsam die Rahmenbedingungen für die Umsetzung beschlossen wurden. Auch in der Gemeinde sieht man die Vorzüge einer solchen Waldgruppe, auch hinsichtlich der zu erwartenden Anmeldezahlen, und sicherte weitreichende Unterstützung zu. So arbeiten aktuell alle eng zusammen, um das Ziel – Eine Waldgruppe im September- zügig umzusetzen.

Pressemeldung Haus für Kinder St. Rupert

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