Geothermie nun auch in Amerang denkbar?

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Was ist dran an den Gerüchten um eine mögliche Geothermie
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Amerang - Die Geothermie bleibt in der Region Gesprächsthema. Nun könnte auch Amerang betroffen sein. Was wissen Gemeinde und Bürger von den Planungen?

Amerang als Standort für mögliche Geothermie? Nach ersten Erkenntnissen ist dies so. Der Ortsname steht auf Papier und wird im Zuge weiterer in Planung gegangener Geothermie-Projekte genannt. So umfasse das Mutterunternehmen FG Geothermie GmbH aus Regensburg die Projektgesellschaften Gars, Amerang, Schnaitsee, Seebruck und Kirchweidach. Auf Anfrage von wasserburg24.de heißt es aus dem Rathaus: „Uns wurde ein Bescheid zugestellt, in dem es heißt, dass der Firma Future Water Energy GmbH das Untersuchungsfeld „Schnaitsee West“ zugesagt wurde. Es gilt als gesichert, dieses Gebiet bis Ende 2015 zu untersuchen und festzustellen, ob in den jeweiligen Gemeinden eine Geothermieanlage realisierbar sei“. Von der Firma FG, die den Auftrag zur Planung übertragen bekam, hat die Gemeinde Amerang bislang noch keine schriftliche Information, dass im Gemeindegebiet eventuell untersucht werden solle, ob Geothermie funktioniere. Unklar bleibt, ob es bereits konkrete Datengrundlagen für Amerang gibt oder nicht. Fakt ist allerdings: Amerang steht auf der Liste der Projektgesellschaften, die von der FG Geothermie GmbH gesteuert wird. Zum Planungsfeld „Schnaitsee West“ könnte nach weiteren Informationen der Gemeindeverwaltung der nördlichste Gemeindebereich zählen.

Sehen Sie hier den Lageplan, der das Gebiet der Geothermie-Möglichkeit aufzeigt

In nördlichen Gebieten außerhalb der Orte Kirchensur und Evenhausen, könnten eventuell Untersuchungen stattfinden.

Um welche Orte könnte es sich konkret handeln?

Laut Lageplan und Gemeindebereichs-Karte liegen die Orte Ried, Furth, womöglich auch Stephanskirchen.

Doch konkret ist solange noch nichts, bis die Gemeinde klare Informationen und Konzeptvorstellungen diskutieren kann, die aufzeigen, welche Geothermie-Planungen in Amerang stattfinden sollen.

In einer öffentlichen Mitteilung erklärt die Gemeinde Amerang:

"Im August 2013 wurde die Gemeinde erstmals durch die Geschäftsführung der Fa. „FG.de Frogroup“ kontaktiert. Dabei informierten deren Vertreter, dass die Fa. FG die Entwicklung von Standorten für eine geothermische Nutzung in dem Aufsuchungsfeld „Schnaitsee-West“ betreibt. Dazu sollten zunächst auf der Grundlage der vorhandenen Ergebnisse von seismischen Untersuchungen mögliche Standortalternativen untersucht und die Gemeinde und die Öffentlichkeit möglichst frühzeitig in die Planung für einen im Gemeindegebiet möglichen Kraftwerksstandort eingebunden werden.

Die Fa. FG stellte der Gemeinde im Januar 2014 Unterlagen zur Verfügung. Diese enthielt eine technische Beurteilung für drei Bohrstandorte im Bereich zwischen Stephanskirchen und Kirchensur. Nähere Angaben zum Umfang oder der Lage des Vorhabens und der geplanten Energienutzung wurden nicht vorgelegt.

Das genannte Untersuchungsfeld erstreckt sich auf einer Fläche von ca. 1.100 ha über den nördlichen Teil des Gebiets der Gemeinde.

Die Gemeinde erbat von der Geschäftsführung im April 2014, das Vorhaben im Hinblick auf die Planung und Abwicklung darzustellen. Die Fa. FG bot darauf der Gemeinde an, in einer öffentlichen Sitzung das Projekt vorzustellen. Auf der Grundlage der hierzu von der Fa. FG angeforderten Unterlagen lehnte die Gemeinde eine Behandlung der Angelegenheit im Gemeinderat zum derzeitigen Zeitpunkt ab. Insbesondere war für die Gemeinde nicht zu erkennen, welcher Bedarf für die Nutzung der aus einer derartigen Anlage zur Verfügung stehenden Wärmeenergie angesichts der dünnen Besiedelung im Untersuchungsbereich bestehen könnte.

Die Gemeinde erbat dazu von der Fa. FG weitere Informationen zu dem Projekt, wenn und soweit die Planung hinsichtlich Standort und möglicher Nutzung weitergeführt sein sollte".

Die zuständige Firma FG Geothermie GmbH hat eine Stellungnahme gegenüber unserer Redaktion für Anfang nächster Woche angekündigt.

Quelle: rosenheim24.de

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