Bauernmuseum lockt mit Leckereien

+
Viele genussvolle Momente gab es für die Besucher des Bauernhausmuseums in Amerang.
  • schließen

Amerang - "Genuss im Chiemgau" lautete das Motto des Bauernhausmuseums am Sonntag. Museumsleiterin Dr. Claudia Richartz nahm einen Markt voll regionaler Köstlichkeiten in das Museumsprogramm auf. 

Es roch köstlich am Sonntag im Bauernhausmuseum. Der Lockruf unter dem Motto "Genuss im Chiemgau" funktionierte: Mehr als 500 Besucher strömten nach Amerang, um auf dem Gelände des Bauernhausmuseums die verschiedenen Leckereien der Direktvermarkter zu bestaunen. Doch nicht nur die Augen wurden satt, auch das Probieren war erlaubt. 17 unterschiedliche Verkaufsstandl verteilten sich auf dem Areal, eine breite Auswahl wurde geboten: Von vielen Milchprodukten, egal ob Ziegenmilch oder von der Kuh, bis hin zum regionalen Fleischerzeugnis aus Waging. Die Ideen der Direktvermarkter kamen bei den Besuchern gut an. Klein und Groß wurden gut unterhalten und versorgt. So wurde auch dargeboten, wie Wolle gesponnen wurde oder mit der Hacke ein Holzbalken exakte Bearbeitung erhielt. "Die Tradition und das alte Handwerk bleiben wichtige Bestandteile unseres Konzeptes", hieß es aus dem Bauernhausmuseum.

An einem Stand lockte Honig in verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Im wahrsten Sinne Honig um den Mund geschmiert

Von der Vanilleschote bis hin zur Heidelbeere kann vieles in Honig gemengt und in Gläschen gefüllt werden, wie es scheint.

Auch die Milchprodukte reichten von frischem Milchmix bis hin zu Käse, Butter und Joghurt. Nicht fehlen durften auch Mehl und Körnerelemente von der Drax-Mühle aus Rechtmehring. Eine Tasse Kaffee wurde im Vorbeigehen erstanden und der Brotduft von einem Demeterhof nur so aufgesogen.

Bauernhausmuseum mit regionalen Leckereien

Die große Vielfalt begeisterte auch Bezirksrat Sebastian Friesinger, der mit seiner Frau Burgi eine Runde drehte und die Direktvermarkter bestärkte. Friesinger setzt sich als Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Regionalentwicklung im Raum Rosenheim e. V. (RegRo) gezielt für die Stärkung dieser Produktvermarktung aus heimischem Gebiet ein. "Unsere Region ist großartig, und auch die vielen Vermarkter machen ihre Sache richtig gut". Besonders bemerkenswert sei, dass auch die Besucher diese Produkte sehr wertschätzen, hieß es von Seiten der Organisatoren.

Neben Honig, Marmelade und so mancher Käsevariation wurde auch Likör, Schnaps und Sirup angeboten, und auch frische Marmelade ging über den Ladentisch.  

Nicht nur Früchte wurden dabei als Zutat verwendet, auch so manches Rosenblatt wurde verarbeitet. Bei Maria Seidl-Kosmann werden Rosenblätter zu Marmelade, Sirup, Seifen oder edlen Badesalzen verwandelt. Nicht umsonst heißt ihr Betrieb "Marias Blütenzauber". Allein der Duft lockte viele Gäste an ihren Stand. "Ein herrliches Gefühl, als ob man in einem Rosengarten wäre", freut sich eine Besucherin. Gleich nebenan kommen Produkte aus Waging zur Geltung. Die Metzgerei Heilmaier verarbeitet edles Rindfleisch zu verschiedenen Köstlichkeiten wie etwa Bolognese-Sauce. Verwendet werde das Pinzgauer Rind, heißt es vom Standl-Betreiber.

Dem Öl verschrieben hat sich eine Familie aus Schnaitsee. Die Ölmühle Garting bot 20 verschiedene Ölsorten an, darunter auch das gesunde Leinöl.

Hochinteressiert zeigten sich die Besucher, sie griffen gerne zu den Produktproben und hatten gut zu tun mit dem Genießen vor Ort.

Doch auch für die Direktvermarkter gestaltete es sich zur stimmigen Veranstaltung, denn viele Dinge wurden für Daheim gekauft, weil es geschmeckt hatte.

In der Tat sah man verbreitet die Gäste mit Tüten bepackt herumschlendern.

Gut gelaunt saßen viele der Bauernhausmuseums-Besucher nachher im schattigen Biergarten des Museumsstüberl. Auch Amerangs Bürgermeister Gust Voit zeigte sich begeistert von der Idee des "Genussmarktes".

Es war ein Versuch, das Angebot des Museums nochmals zu erweitern, und es scheint geglückt zu sein.

Das Wetter tat sein Übriges, ideale Bedingungen für einen Familienausflug. Sicher kalt blieb die Küche bei vielen Besuchern im Nachhinein des Museumsausflugs, denn es war fast zum Sattwerden.

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Amerang

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser