Beim Pokemon Go spielen im Gemeindegebiet von Amerang

Eltern verunsichert: Mann spricht Jugendliche an

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Amerang - Eltern aus dem Gemeindegebiet zeigen sich irritiert. Eine 14-Jährige ist mit dem Handy beim Pokemon Go - spielen im Ort unterwegs, als sie plötzlich von einem Mann angesprochen wird.

Eine Mama will andere Eltern zu mehr Vorsicht aufrufen:

Ihre Tochter war im Ortszentrum von Amerang unterwegs, als ihr ein Mann ausländischer Herkunft folgte und sie nach Aussagen der Jugendliche bedrängt hatte, mit ihr mitzukommen und sich fernab einer Straße hinzusetzen. Angefasst habe er sie nicht, lediglich angesprochen!

Die 14-Jährige fühlte sich von dem Mann belästigt. Fast einen Kilometer soll der Mann die Jugendliche verfolgt haben, bis eine Nachbarin der Teenagerin vorbei fuhr und die Situation bemerkte. Die Frau nahm das Mädchen mit und fuhr es nach Hause.

Mutter zeigt sich entsetzt

Die Mutter des betroffenen Mädchens zeigt sich entsetzt: "Muss ich nun Angst haben, mein Kind alleine mit dem Fahrrad zum Supermarkt im Ort oder zum Spielen rauszulassen?", fühlt sich die Amerangerin verunsichert. Sie habe Angst um ihr Kind und möchte andere Eltern um besondere Vorsicht bitten. "Ich kann doch mein Kind nicht einsperren, nur um Gefahren aus dem Weg zu gehen?", betont die Frau aus Amerang. Hier gebe es Handlungsbedarf, fordert die Mutter der Jugendlichen. Sie vermutet, dass es sich bei dem Mann um einen Asylbewerber handelt, dies habe ihre Tochter ihr mitgeteilt und die Nachbarin bestätigen können.

Auch ein weiteres junges Mädchen soll angesprochen worden sein, heißt es von der Frau weiter. Details dazu gibt es nicht.

Hilfesuchend wandte sich die Mutter der 14-Jährigen an die Gemeindeverwaltung.

Kontaktaufnahme durch ledigliches Ansprechen

Von Seiten der Gemeinde hieß es auf Anfrage, man stehe stets in engem Austausch mit dem Helferkreis und den Besitzern der Unterkunft der Asylbewerber. Den Vorfall könne man sich nicht erklären. Betont wurde, dass es sich um eine Kontaktaufnahme durch ledigliches Ansprechen gehandelt habe.

Von einer Pauschalierung bittet die Gemeinde abzusehen, bei Beobachtungen sei definitiv die Polizei richtiger Ansprechpartner.

Die Mutter des Mädchens habe sich bei der Gemeinde gemeldet und die Situation geschildert, bestätigte Anton Görgmayr von der Gemeindeverwaltung gegenüber wasserburg24.de

Auch bei der Polizei hat sie den Vorfall gemeldet. Polizeihauptkommissar Richard Gottwald erklärte auf Anfrage von wasserburg24.de, dass ein Ansprechen nicht verboten sei. Die Polizei habe die Meldung der Mutter überprüft, bestätigt Gottwald im Gespräch mit wasserburg24.de.

Polizei der richtige Ansprechpartner

Von einer Pauschalierung bittet die Gemeinde abzusehen, bei Beobachtungen sei definitiv die Polizei richtiger Ansprechpartner.

Die Mutter des Mädchens habe sich bei der Gemeinde gemeldet und die Situation geschildert, bestätigte Anton Görgmayr von der Gemeindeverwaltung gegenüber wasserburg24.de.

Herumgefragt im Gemeindegebiet Amerang zeigen etliche Bürger Verständnis für die Sorge der Mutter. Einige Ameranger jedoch geben Kritik: "Hätte ein Deutscher die Jugendliche angesprochen, hätte sie sich geehrt gefühlt, da es sich wohl um einen Ausländer gehandelt hat, wird es als Belästigung angesehen", wettert ein Mann.

Rubriklistenbild: © dpa

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