Wirtschaft im ländlichen Bereich stärken

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Amerang - Bei einem Ortstermin bei Bürgermeister August Voit bekräftigte der Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner (CSU), dass es das Handwerk und Ehrenamt auf dem Land brauche.

Mittelständisches Gewerbe, regionale Handwerksbetriebe und auch die Landwirtschaft spielen eine zentrale Rolle, denn sie schaffen Arbeitsplätze und steuern der Abwanderung in die Ballungsräume entgegen. Die Bedeutung der Branche ist jedoch tiefgreifender als man auf den ersten Blick meinen möchte. Dies äußerte der Bürgermeister von Amerang, August Voit, jüngst bei einem Ortstermin mit dem CSU-Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner.

Die regionalen Betriebe und das Handwerk würden dafür sorgen, dass es Vereine und zum Beispiel eine funktionierende Feuerwehr gebe. „Ohne die Handwerker, die sich ehrenamtlich engagieren - wer sollte da ausrücken wenn es brennt?“, machte Voit deutlich. Dieses Engagement im Dienst der Gemeinde werde oft nicht gesehen und geschätzt.

Die Wichtigkeit des Ehrenamts unterstrich der CSU-Landtagsabgeordnete Stöttner. Gerade in Situationen wie beim Hochwasser dieses Jahres seien ehrenamtliche Helfer die Stütze unserer Gesellschaft: „Bayerns Stärke sind seine Menschen! Sie erledigen mehr als nur ihre Pflichtaufgaben“, unterstrich er. Beim Hochwasser, sei auch die Wertschöpfung für die Ehrenamtlichen in der Gesellschaft wieder zu spüren gewesen. In Bayern engagieren sich fast 3,8 Millionen Menschen und damit jeder Dritte - im ländlichen Raum sogar jeder Zweite - ehrenamtlich.

Ein Problem und eine Bedrohung für das Ehrenamt sieht der Ameranger Bürgermeister jedoch in der zunehmenden Bürokratie. Bei Ausschreibungen öffentlicher Arbeiten, könnten regionale Betriebe kaum mehr teilnehmen oder einen der Aufträge erhalten. Der Bürgermeister plädierte hier für eine Vereinfachung des Verfahrens. Klaus Stöttner kennt die Problematik und macht sich für eine positive Entwicklung im ländlichen Raum stark. „Der Mittelstand und die regionalen Betriebe auf dem Land sind unsere Stärke. Sie sind

es, die Arbeitnehmer in einer Krise auffangen und für ihre Leute einstehen. Sie steuerlich noch mehr zu belasten, wäre unverantwortlich. Dann wird es keine Investitionen mehr geben, die Bereitschaft sich ehrenamtlich zu engagieren, ginge verloren und unsere lebendige Dorfstruktur wie wir sie heute kennen, gäbe es nicht mehr“, so der Landtagsabgeordnete.

Mit der Entwicklung der Gemeinde Amerang sei der Bürgermeister grundsätzlich zufrieden. Damit sich diese positive Entwicklung fortsetzen könne, müsste aber Infrastruktur geschaffen werden. Vor allem auf den Breitbandausbau des Internets könne kein Gewerbegebiet verzichten und auch in den Privathaushalten gehöre es mittlerweile dazu, so Voit. Der ländliche Raum habe bei diesem Thema noch großen Nachholbedarf.

Klaus Stöttner verwies auf das neue Bayerische Breitbandförderprogramm, das den Ausbau von modellhaften Hochgeschwindigkeitsversorgungen mit einer Mindestbandbreite von 50 Mbit/s vorantreiben sollte, um den IT- und Wirtschaftsstandort Bayern für das Digitale Zeitalter zu rüsten. Dieses Angebot sollte genutzt werden, denn Bayern sei das einzige Bundesland, das bisher so ein großes Förderprogramm mit 500 Millionen Euro auf den Weg gebracht habe, so Stöttner weiter.

Bei der anschließenden Ortsbesichtigung stand das lokale Gewerbe im Fokus: Stöttner und Voit besuchten unter anderem die Schreinerei Kaiser, ein in der dritten Generation in Amerang tätiger Familienbetrieb. Firmenchef Siegfried Kaiser machte deutlich, dass „der Betrieb immer das Risiko trägt. Wir sind flexibel und unterstützen unsere Mitarbeiter, aber Themen wie die Substanzbesteuerung sind für uns im Mittelstand ein Problem“. Dieses sieht auch Stöttner, der sich klar gegen eine Verdoppelung der Erbschaftssteuer aussprach: „Man darf die Unternehmen nicht durch eine Erhöhung der Steuerbelastung schwächen“, bekräftigte er.

Pressemitteilung CSU Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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