Plan für Vogeltenn durch

Entwurf für den Bebauungsplan Vogeltenn mit jetzt zwei Häusern und dem Bereich des "Hexenberg" im rechten Eck vorne.

Amerang - Ausführlich behandelte der Gemeinderat in der ersten Sitzung im Jahr 2011 die eingegangenen Stellungnahmen und Einwendungen zum Bebauungsplan Vogeltenn.

Bei vier Gegenstimmen sprachen sich die Räte mehrheitlich für den Entwurf der Planung mit den eingearbeiteten Änderungen aus soweit sie von der Gemeindeverwaltung als sinnvoll und notwendig beurteilt worden waren.

Der Vorschlag, das geplante "Haus 1" nochmals um 15 Grad nach Süd-Westen zu drehen, fand keine Mehrheit. Wegen persönlicher Beteiligung war Gemeinderat Rupert Rußwurm von der Beratung und Beschlussfassung ausgeschlossen.

Zur Kenntnis genommen hatten die Räte zuvor die Stellungnahmen zahlreicher Behörden und Einrichtungen, unter ihnen die Untere Naturschutzbehörde, das Amt für Landwirtschaft und Forsten oder der Zweckverband zur Wasserversorgung der Schonstetter Gruppe.

In den Ausführungen der Gemeindeverwaltung hinsichtlich des Eingriffs in die Topografie und den Gehölzbestand entlang der Schonstetter Straße findet sich unter anderem der Hinweis auf geplante Ersatzpflanzungen und die Sicherung großer Grünflächen. Mit der Planung solle ein notwendiger Ortsrandabschluss geschaffen werden.

Eingegangen war in der Gemeindeverwaltung eine sehr ausführliche Stellungnahme von Rechtsanwälten als Vertreter einer Anliegerin. Diese ist Eigentümerin eines Nachbargrundstücks. In ihrer Stellungnahme führt die Einwendungsführerin verschiedene Argumente dafür an, dass die Einleitung einer städtebaulichen Planung nicht notwendig sei, und rügt die Wertsteigerung.

In ihren Ausführungen zu den Einwänden der Anliegerin weist die Gemeindeverwaltung darauf hin, dass das gewählte Verfahren gemäß Bau GB zulässig sei und auch auf die Nutzung der Einwendungsführerin auf ihrem Grundstück Rücksicht genommen werde, die sonst üblicherweise im Außenbereich nicht vorgesehen sei.

In der Diskussion bezweifelte Gemeinderat Andreas Schauberger, dass die mehrfach zugesicherte Freihaltung der Kuppe am Hexenberg wirklich schon gesichert sei.

Konrad Fürstenberger äußerte, er könne viele der vorgebrachten Einwendungen verstehen. Einige Begründungen der Gemeindeverwaltung dagegen seien für ihn nicht nachvollziehbar. "Mit der Planung von Haus 1 kann ich inzwischen leben, wenn Haus 2 gestrichen würde. Dann wären nämlich viele Einwendungen hinfällig," stellte Fürstenberger fest.

Mehrheitlich stimmt der Gemeinderat schließlich dem Bebauungsplan mit jetzt zwei Häusern und der Freihaltung des Hexenberg auf dann gemeindlichem Gebiet zu.

mpa/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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