"Musik mit allen Sinnen"

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Amerang -  Großer Andrang herrschte beim Saisonabschluss des Bauernhausmuseums. 50 Kinder durften "Regnmacha" basteln, tanzen und Musik machen:

Eigentlich schien zum Saisonende im Bauernhausmuseum Amerang des Bezirks Oberbayern die Sonne. Doch unter dem weiß-blauen Himmel donnerte es aus dem Bartlhof und in selbst gebastelten „Regnmachan“ prasselte der Regen. Musik mit allen Sinnen lautete das Motto des Kinderprogramms der Musikgärtnerinnen Erika Schultes und Annette Wachinger – und mehr als 50 Kinder machten begeistert mit. Vor der Musik stand Arbeit auf dem Programm. Die Buben und Mädchen bastelten sich selbst den bayerischen „Regnmacha“.

Dazu schlugen sie erst mit Nägeln und Hammer Löcher in eine Papprolle, füllten die Rollen mit Reis und Kieselsteinchen und verschlossen die Rolle an beiden Enden. Dabei verwendeten sie bunte Klebebänder, um ihren "Regnmacha“ bunt zu verzieren. So konnte jedes Kind seinen eigenen Regen herstellen, indem es die Rolle auf- und abbewegte. „Sieh, der Wind treibt Regen übers Land, holt die goldnen Garben“, sang Erika Schultes, begleitet vom prasselnden Regen ihres Kinderorchesters. „Wie fühlt sich der Herbst an?“ wollte sie danach von den Kindern wissen. Da wurden Hagebutten ertastet, die Bäume bewundert, und beim Lied „Ein Männlein steht im Walde“ standen die Buben und Mädchen selbst auf einem Bein still und stumm.

Vor dem Bartlhof wurde zum Saisonende im Bauernhausmuseum mit den gebastelten „Regnmachan“ musiziert.

In der Stube des Bartlhofes ging es danach hoch her. Hier hieß das Motto: Wir machen die Musik auch mit unserem Körper! Passend zu Liedern wie „In der alten Mühle klappern schon die Stühle“, „Der Summa is umma“ und „Kimmt schee hoamli die Nacht“ gaben die Buben und Mädchen mit Klatschen, Stampfen und selbst gebastelten Instrumenten wie einer Astgabelrassel den Rhythmus vor. Da hielt es viele nicht mehr auf ihren Bänken, und so wurde aus dem Liederprogramm bald ein munterer Tanznachmittag für die Kleinen.

Die Eltern mussten hier übrigens fast alle draußen bleiben – zu groß war der Andrang der Kinder, zu klein war die Stube, um alle aufzunehmen. So blieb vielen Eltern nichts anderes übrig, als vor der Tür des Bartlhofes staunend das Stampfen, Rasseln und Singen zu hören. Nicht nur für die Kinder, sondern auch für Musikgärtnerin Erika Schultes war dieser Nachmittag einzigartig. „Für die Kinder und für uns ist das ein Erlebnis von der Verbundenheit mit der Natur. Die Kinder haben den Herbst auf eine besondere Art und Weise erlebt – mal stürmisch wild, dann wieder still. Musik, Klang und Rhythmus sind auch gut für die Sprachentwicklung.“ Mit der großen Freude an selbst gebastelten Instrumenten, an der Musik und dem Tanz bekommen die Kinder nach Ansicht von Erika Schultes auch mehr Selbstvertrauen. „Viele Buben und Mädchen sind stolz nach Hause gegangen. Sie konnten ihren Eltern erzählen: Schaut her, diese Instrumente hab ich selbst gebaut! Und sie erlebten ein Gemeinschaftsgefühl, bei dem sie viel Freude hatten.“

Pressemitteilung Bauernhausmuseum Amerang

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © re

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