Hacker wollten ins Ausland telefonieren

Amerang - Unbekannte haben sich in eine Telefonanlage gehackt und diese für Telefonate unter anderem nach Lettland und Moldawien missbraucht.

Eine böse Überraschung widerfuhr einer Ameranger Firma, als man die Ursache für eine scheinbar banale Leitungsstörung suchte. Es waren keine Auslandsgespräche mehr möglich. Ein Mitarbeiter der Firma erkundigte sich daraufhin bei dem zuständigen Telefonprovider, woraufhin man ihm schließlich mitteilte, dass man sämtliche Auslandsverbindungen gesperrt habe.

Der Grund: Die Telefonanlage der Firma war gehackt worden. Dem Täter war es gelungen, über den Mailboxmodus der Telefonanlage eine imaginäre Nebenstelle zu installieren und damit auch zahlreiche Auslandstelefonate vorzunehmen. Da diese Firma auch mehrere Gesprächskanäle zur Verfügung hatte, konnten die Täter diese nun auch alle gleichzeitig nutzen, also mehrere Telefonate gleichzeitig durchführen. Die Gesprächsverbindungen zeigten Vorwahlen der unterschiedlichsten Länder, wie Niue (Insel zu Neuseeland gehörend), Eritrea, Zaire, Guatemala, Moldawien, Lettland, Monaco aber auch Großbritannien und Serbien. Die Telefonkosten und damit der rein finanzielle Schaden betrug schließlich über 20.000 Euro, der Schaden infolge Ausfall der Anlage und Arbeitskosten noch gar nicht mitgerechnet.

Als eine der möglichen Ursachen erscheint die unzureichend abgesicherte Mailbox mit vierstelliger Kennwortabfrage. Hierbei handelst es sich um eine dem Hersteller bekannte Sicherheitslücke. Im vorliegenden Fall dürfte es den Tätern gelungen sein, die Kennwörter zu knacken, und sich somit Zugang zur Konfiguration der Telefonanlage und zu Rufumleitungen verschafft zu haben.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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