BAUAUSSCHUSS in Wasserburg

Anlage zum Lagern für nichtgiftige Stoffe

Wasserburg – Anfang Dezember 2014 lehnte der Bauausschuss den Antrag ab, jetzt lag ein ähnlicher der Firma Zosseder dem Ausschuss wieder vor.

Ein Antrag auf immissionsrechtliche Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb einer Anlage zum Lagern, Behandeln und Umschlagen von nicht gefährlichen Abfällen in Kornberg. Für den Betrieb eines Lagers mit Aufbereitung für mineralische Fraktionen sind in Kornberg eine Brecher- und Siebanlage plus zwölf Lagerboxen vorgesehen.

Der Unterschied zum alten Antrag: Er hatte auch den Umgang mit gefährlichen Abfällen enthalten, der Bauausschuss lehnte damals ab, weil die Umweltverträglichkeit infrage gestellt wurde.

Problem: Wer prüft was kommt

Und schnell kam bei diesem Antrag die Frage auf, wer das denn prüfe, ob da nicht Mischmasch angeliefert werde, so Peter Stenger. Die Erfahrung, so Christian Stadler, habe gezeigt, dass das Landratsamt bei Anzeigen zäh reagiere und auf die Kontrollen an den Betreiber hinweise. Ein Problem sei auch, dass die Änderung der Stoffe in den Abfällen auf dem kleinen Dienstweg möglich wäre, das hieße etwa ohne öffentliches Verfahren. Und Friederike Kayser-Büker traute dem Ganzen nicht so richtig, „wir wissen ja, was man vorher wollte“.

Bürgermeister Michael Kölbl verwies darauf, dass man alle Nummern überprüft habe, alle damit gekennzeichneten Stoffe seien nicht giftig. Die Verwaltung wies auch darauf ihn, dass der Bereich in Kornberg gut eingegrünt sei, zum Teil mit hohen Bäumen. Es sei ja auch so, meinte der Bürgermeister, dass man sich Entsorger wünsche.

Drei Gegenstimmen gab es schließlich beim Beschluss, in dem auch mit aufgenommen ist, dass die Betriebszeiten abweichend von dem Antrag unter der Woche beschränkt sind von 7 bis 18 Uhr. 

Quelle: Wasserburger Zeitung

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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