Zufrieden mit dem Leben

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Anna Posch

Wasserburg - Ein glattes Jahrhundert alt wurde Anna Posch am Freitag. Umsorgt in der Großfamilie, gefordert als Oma und Uroma ist sie noch ganz selbstverständlich ins tägliche Geschehen eingebunden.

Eine der drei Urenkelinnen lebt im Haus, besucht sie nahezu täglich und freut sich über ihre Zuwendung. Ein Hundekind kam in die Familie und holt sich seine Streicheleinheiten, wenn Anna Posch in Begleitung oder auf die Gehhilfe gestützt auf dem Rundgang durch die Gärtnerei die Pflanzen begutachtet.

In Erinnerung an ihre früheren Aufgaben als Gärtners-Ehehefrau zupft sie hie und da ein Blättchen ab, ist einem Gespräch nicht abgeneigt. Früher züchtete ihr Mann Nik auf dem ehemaligen Pachtgrund am Herder die Pflanzen, die Anna Posch dann im Gemüse- und Blumenladen in der Schustergasse verkaufte. Sie ist zudem Mutter von fünf Kindern, doch in ein landwirtschaftliches Anwesen mit Gasthof in Strasskirchen geboren war ihr die viele Arbeit selbstverständlich.

Leichter wurde es für sie, als nach dem Tod des Ehemannes 1955 Sohn Helmut die erweiterte Gärtnerei auf dem inzwischen eigenen Herdergrundstück übernahm. Nun ist der Betrieb schon an die Enkelin Christine übergeben, die ihn als Gärtnermeisterin fachkundig weiterführt, wie die Oma stolz erzählt.

Stolz ist Anna Posch auch auf ihre musikalischen Kinder, die - wie sie sagt - die Liebe zur Musik vom Vater übernommen haben. Sie ist erstaunlich fit: Nach wie vor löst sie mit Hingabe Kreuzworträtsel und pflegt das Kartenspiel, bei dem sie so manchen Mitspieler über den Tisch zieht.

Im Rückblick auf ihr arbeitsreiches Leben wäre sie gerne öfter verreist, um mehr von der Welt zu sehen, doch es überwiegt die Zufriedenheit und sie ist glücklich mit der Familie.

mep/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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