Auch Wasserburg will Zuschlag

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Mit dem einzigen Elektroauto Wasserburgs wurde letzten Sommer die Elektro-Tankstelle der Stadtwerke eingeweiht. Mehr sind es seither auch nicht geworden.

Wasserburg - Noch weiß niemand Konkretes. Trotzdem wird sich Wasserburg jetzt einmal vorbeugend als "Modellstadt Elektromobilität" bewerben.

Eine Stadt mit rund 10.000 Einwohnern werde von der Staatsregierung gesucht als "Modellstadt Elektromobiltät". So ging es vor einigen Monaten durch die Medien und war auch in unserer Zeitung zu lesen - ebenso, dass Garmisch-Partenkirchen im Zusammenhang mit seiner Olympia-Bewerbung den Zuschlag erhalten habe. "Das wäre ein Skandal" ärgerte sich Werner Gartner (SPD) im Hauptausschuss. Denn: Es gibt von der Staatsregierung noch keinerlei offizielle Informationen zu diesem Projekt. Und Garmisch ist eigentlich doppelt so groß wie gewünscht.

Trotzdem hat der Hauptausschuss nun beschlossen, sich formlos zu bewerben und Unterlagen anzufordern. Immerhin zeige der offizielle "Wasserburger Energiedialog 2050", dass man sich mit dem Thema beschäftige, so Gartner.

Die SPD hatte sich nach den Medienberichten entschlossen, ihren Antrag zu stellen, obwohl auch die Verwaltung von sich aus schon tätig war, wie Bürgermeister Michael Kölbl versicherte. Dass dies nicht der Fall gewesen sei, hatte zuvor Oliver Winter (CSU) kritisiert: "So einen Antrag braucht es eigentlich gar nicht, das müsste die Verwaltung selbstständig machen."

Geschäftsleiter Anton Hundmaier wies leicht verärgert darauf hin, dass es ja noch "null Informationen" gebe. Man wisse im Moment weder, wofür man sich da bewerbe noch welche Kriterienes es gebe. Michael Kölbl untermauerte das mit dem Hinweis, dass auch im Internet von der Staatsregierung dazu noch nichts veröffentlicht sei. Die Stadtverwaltung habe die Grundinfos abwarten wollen und wäre dann in den Ausschuss gegangen damit, so versicherte er. Nun wollte die SPD nicht länger warten, auch weil schon von vielen Bewerbungen aus ganz Bayern berichtet worden war.

Wasserburg hat seit einem Jahr eine Elektro-Tankstelle am Gebäude der Stadtwerke. Elektroautos können dort kostenlos ihre Batterien aufladen, sie müssen nur ein Kabel mitbringen.

Allerdings gibt es in Wasserburg derzeit nur ein Elektroauto, nämlich das von Phillip Bachmann. Der stadtbekannte gelbe Flitzer weihte vor einem Jahr auch die Elektro-Tankstelle ein. Die Stadt selbst habe inzwischen immerhin einen Elektro-Roller bestellt, informierte Kölbl den Ausschuss. Edith Stürmlinger (Bürgerforum) mahnte denn auch, das Thema der umweltgerechten Fahrzeuge unabhängig von dem Antrag nicht aus den Augen zu verlieren.

koe/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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