Aufwertung der Altstadt-Zufahrt

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Am Ende des Geländers an der Münchener Straße entsteht der neue Kreisel. Hintergrund Mitte das alte Bahnhofsgebäude.

Wasserburg - Die Planungen für die Aufwertung der Wasserburger Altstadt-Zufahrt sind in vollem Gange. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Wo vor vielen Jahren einmal der Zugverkehr rollte, wird nun ein Busbahnhof entstehen und bald geht es auch los mit den Bauarbeiten beim alten Bahnhof in Wasserburg. Die Planungen laufen schon auf Hochtouren, die Arbeiten sollen nach Ostern beginnen. Hochdruck ist dabei angesagt, denn spätestens Anfang Dezember 2011 soll nach den Worten von Kaspar Steindlmüller vom Stadtbauamt Wasserburg alles fertig sein.

Kaspar Steindlmüller vom Stadtbauamt hat in diesen Tagen viel zu tun mit der Planung der Baustelle.

Lange überlegte die Stadt Wasserburg, was sie mit dem einst erworbenen alten Bahngelände machen soll. Das Problem der vielen Omnibusse in der Altstadt half ihnen dabei. Alleine die hohen Schülerzahlen in der Innenstadt, Realschule an die 1200 Schüler und Grundschule rund 320 Schüler, lassen die Bushaltestellen am Max-Emanuel-Platz und der Landwehrstraße überborden, sodass die Idee eines zentralen Busbahnhofes geboren wurde.

Für die Zeit der Bauarbeiten wird hier eine Zufahrt für die Bürger unter anderem des Kanalweges und des Holzhofweges entstehen.

Notwendig dazu ist aber eine Umgestaltung des Bahnhofsplatzes und zur Entzerrung des Verkehrs auch eine geänderte Zufahrtsregelung. Die Planungen sehen nun Folgendes vor, wie Kaspar Steindlmüller, detailliert erläuterte: Die Westzufahrt von der Münchener Straße zur Altstadt wird umgestaltet; ein Kreisverkehr entsteht. Die hinterliegenden Straßen wie Kanalweg und Holzhofweg erhalten hierdurch eine eigene Zufahrt.

Dadurch wird die bisher genutzte Überfuhrstraße für die Buszufahrten frei. "Hier gibt es dann auch eine eigene Busfurt", so Steindlmüller. Aber nicht alles ging reibungslos vonstatten, sehr zum Leidwesen des Stadtbauamtes. Ein eingeholtes Bodengutachten ergab beim alten Bahnhof belastetes Material, das nun aufwendig ausgehoben, zwischengelagert, sortiert und entsorgt werden muss.

 

 

 

Sorgen bereitet den Verantwortlichen der nahe Inn. Das besagte Baugebiet befindet sich knapp 50 Meter entfernt.

"Das verursacht leider massive Kosten", so Steindlmüller. Als man dann in die Kanäle schaute, verfinsterten sich die Mienen der Planer weiter. Viele Kanalmeter waren in einem desolaten Zustand, so dass auch hier mehr zu tun ist, als man erwartete. Hier wird man zwei Bauabschnitte realisieren, um den Bau zeitlich nicht zu tangieren. Der erste Kanalbauabschnitt, rund 125 Meter Länge, liegt zwischen Knoppermühlweg, Schopperstattweg und Im Hag.

Der zweite folgt 2012 zum Weberzipfel hin. Für die Kanalarbeiten sind allerdings Umleitungen nötig: Von der Altstadt her wird diese über den vorhandenen Parkplatz erfolgen; die Zufahrt zum Parkhaus "Überfuhrstraße" bleibt.

Von der Münchner Straße her wird es eine neue Zufahrt unter der Rampe geben. Und dann kann es losgehen: "Nach Ostern starten die Kanalbauarbeiten und die Geländeabtragung", so Steindlmüller. Danach erfolgt der Bau des Busbahnhofes und als Letztes der neue Kreisverkehr am Anfang der Münchener Straße. Eine Sorge allerdings haben Kaspar Steindlmüller und die Stadt noch immer: Hoffentlich kommt im Sommer kein Hochwasser. Der Inn ist nämlich nur 50 Meter entfernt und hier könnte dann ein hoher Grundwasserspiegel zu Problemen führen.

Die rot markierte Fläche dient als Zwischenlager. Der dortige Parkplatz ist dann nur noch teilweise benutzbar.

Die reinen Baukosten ohne Honorare (meist so 15 Prozent) liegen bei 1,25 Millionen Euro. Dazu kommen noch die Kosten für Kanalneubau von 370.000 Euro und Kanalsanierung von 90.000 Euro. Der Vorplatz mit Brunnen wird ebenfalls noch neu gestaltet, nach den Worten Steindlmüllers aber erst 2012. Dafür aber hat die Altstadt Wasserburgs dann nach dieser langwierigen Bauphase eine enorme Aufwertung im Westen.

ws/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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