Azubis: Wie ist der Ernst des Lebens für euch?

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Die Azubis der Sparkasse Wasserburg
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Wasserburg - Vier Wochen ist ihr Ernst des Lebens jetzt schon alt: Azubildende in Wasserburg. Wir haben einige nach ihren Erfahrungen befragt?

Nach vier Wochen ist jeder von ihnen zwar noch am Anfang, doch die Lehrzeit der Azubis aus Wasserburg startete nicht schlecht. In den unterschiedlichsten Bereichen und Berufen arbeiten die Jugendlichen. Eines haben sie gemeinsam: Jeder bringt sich tatkräftig in den Arbeitsalltag ein.

Lisa Poschner lernt Optikerin

Brillen putzen gehört schon auch zu ihrem Job. Doch Lisa Poschner erfährt im ersten Monat ihrer dreijährigen Ausbildung zur Augenoptikerin auch viel über die richtige Arbeit im Optikerladen: „Gestern durfte ich alte, abgegebene Brillen unserer Kunden auf ihre Stärke hin messen, und für eine Hilfslieferung in Entwicklungsländer zusammenpacken. Außerdem habe ich begonnen, gelieferte Gläser zu prickeln“, so der Lehrling weiter. Natürlich sei extreme Vorsicht geboten, dass kein Glas kaputt gehe, berichtet uns Andreas Götz, der Lehrmeister, doch Lisa mache die Arbeiten an der Verkaufsware bereits recht ordentlich und mit viel Feingefühl. Auch der Kundenkontakt sei schon recht früh möglich gewesen, berichten sowohl Azubi als auch Chef gleichermaßen erfreut: „Logischerweise gehört das Bedienen der Kunden ebenso zu unserem Beruf“, so Götz weiter. „Unser Team freut sich, dass wir eine so menschenoffene Auszubildende als Unterstützung haben“. Er stellt jedes Jahr einen Ausbildungsplatz zur Verfügung, heuer schon zum zwölften Mal, und hat es noch nie bereut.

Auch die Firma Göpfert bildet fast schon traditionell aus. Jährlich beginnen ein bis zwei Anlagenmechaniker und Spengler die dreieinhalb Jahre dauernde Lehrzeit. Das Unternehmen für Sanitär und Heizungstechnik übernimmt nach durchlaufener Ausbildung auch viele Lehrlinge. „Derzeit sind noch 12 ehemalige Azubis bei uns beschäftigt, vom Meister bis zum Gesellen“, heißt es von der Geschäftsleitung. „Der am längsten bei uns Beschäftigte ehemalige Auszubildende begann seine Lehre als Spengler im September 1973“. Viele Mitarbeiter im Unternehmen sind schon seit Jahrzehnten hier beschäftigt. Eines sei aufgefallen, berichtet der Firmenchef weiter, wie in so vielen Handwerksberufen werde es auch bei uns immer schwieriger, qualifizierte Schulabgänger zu bekommen.

Azubi Hannes Fellermeier

Ein ebenfalls gut gelaunter Azubi findet sich in der Glaserei Gartner wieder. Hannes Fellermeier will Glaser werden, hat jedoch bereits eine andere abgeschlossene Ausbildung hinter sich, und darf deshalb auf zwei Jahre verkürzen. Sein Chef ist sehr glücklich über die Wahl des Lehrlings: „Hannes ist uns eine große Hilfe, ihn können wir bereits seit Beginn zu Baustellen mitnehmen und ihm schon richtige Arbeiten zuordnen.“ Ob wohl schon mal versehentlich was kaputt gegangen sei, wollten wir wissen. „Das gehört doch irgendwie dazu, passiert den Gesellen und dem Chef selbst auch“, heißt es lächelnd von allen Beteiligten.

Auch im Einzelhandel werden in Wasserburg immer wieder Lehrlinge gesucht. Und oftmals gute gefunden. Das Innkaufhaus Wasserburg bildet heuer im dritten Stock in der Spielwaren- und Mediaabteilung aus. Regina Mauerer fühlt sich wohl hier und gut aufgehoben: „Die Ausbildung ist sehr interessant und es gibt jeden Tag neues zu tun“. Doch natürlich spielt auch der richtige Mitarbeiter, der für die Lehrlinge zuständig ist, eine wichtige Rolle. Herr Lobenstein betreut Regina Mauerer während ihrer Arbeit im Geschäft und ist sicher, dass sie ihre Ausbildung gut durchlaufen wird: „ Regina ist sehr aufgeschlossen und interessiert. Sie passt durch ihre freundliche Art perfekt in unser Team“. Schon jetzt steht fest, dass weitaus mehr gefordert wird, als lediglich Regale einzuräumen. Der Umgang mit Kunden ist besonders wichtig. Am besten funktioniert dies unter gekonnter Anleitung. Damit es sowohl für die Auszubildende als auch für die Kundschaft weiterhin zu einem angenehmen und reibungslosen Einkauf kommt.

In unterschiedlichen Geschäftsstellen verteilt, doch im ein und demselben Unternehmen als Lehrling angekommen sind Selina Leitner, Lena Detsch, Christian Moosbauer, Elisabeth Hangl, Honas Hintermayr, Andrea Hörl und Nico Beck-Onnich. Die sieben Azubis der Sparkasse Wasserburg waren zunächst allesamt sehr nervös. Doch die neuen Kollegen empfingen sie recht freundlich. Ein weiterer Pluspunkt sei auch, dass sich alle untereinander sofort gut verstanden hätten. „Die Kollegen sind sehr hilfsbereit und geduldig mit uns“ sind sich alle einig. „Es ist toll, wie viel Verantwortung uns von Anfang an übertragen worden ist. Wir dürfen mehr machen, als wir erwartet haben und lernen jeden Tag dazu“. Dass es sogar besonders wichtig ist, den Umgang mit dem Kunden zu lernen, ist sich Ausbildungsleiterin Corinna Helmdach sicher: „Unsere Auszubildenden haben von Beginn an Kundenkontakt, natürlich in Begleitung unserer Ausbilder. Im Mittelpunkt steht dabei immer, dass unsere Kunden zufrieden sind und ganzheitlich und bedarfsgerecht beraten werden. Gemeinsam mit den Azubis erarbeiten wir fachliche und persönliche Entwicklungsziele und fördern jeden Lehrling individuell“ Insgesamt beschäftigt die Sparkasse Wasserburg derzeit 17 Auszubildende. Sofern es der Personalbedarf zulässt, werden viele nachher auch übernommen.

Quelle: rosenheim24.de

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