Gemeinde erwirbt alte Textilfabrik

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Im Gebäude der ehemaligen Kleiderfabrik Fiedler könnten Krippe, Mittagsbetreuung und Tagespflege, aber auch die Schützen und eine kleine Gastronomie untergebracht werden.

Babensham - Seit über zehn Jahren steht das Gebäude der ehemaligen Kleiderfabrik Fiedler in Babensham leer. Jetzt kauft es die Gemeinde samt dem dazugehörigen Grundstück.

Von dem Erwerb verspricht sich die Gemeinde verschiedene Nutzungsmöglichkeiten. Der Kauf habe zu "fairen Konditionen" abgewickelt werden können, so Bürgermeister Josef Huber in der Sitzung des Gemeinderats, der bei dieser Maßnahme voll mitzog: "Es passt alles", meinte Andreas Grünauer.

Seit Fiedler vor über zehn Jahren den Betrieb einstellte, bliebt das Gebäude weitgehend ungenutzt. Etliche Verwendungskonzepte, zum Beispiel als Wohnungen, zerschlugen sich bald.

Das Gebäude hat etwa 3000 Quadratmeter Nutzungsfläche, das dazugehörige Grundstück umfasst 10.000 Quadratmeter.

Nach Aussage von Huber sind die Verhandlungen mit den Eigentümern "sehr konstruktiv und entgegenkommend" verlaufen. Der Kaufpreis, den Huber im öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung nicht nannte, ist auf elf Jahre zinslos zu bezahlen. Diese Ausgabe sei nicht eingeplant gewesen und der Haushalt werde damit nicht einfacher, meinte Huber.

Josef Hintermayr aus Babensham ist davon überzeugt, dass der Kauf in der breiten Öffentlichkeit Zustimmung finden werde. Nach Georg Stöttner habe sich dadurch vermeiden lassen, dass das "Objekt der Gemeinde weggeschnappt wird."

Dass es nicht bei der Kaufsumme bleiben werde, sprach Josef Göttsberger an: "Wir werden einiges mehr drauflegen müssen." Doch alle Räte waren sich einig, dass die Gemeinde die Räume brauchen könne, unter anderem für die Kinderkrippe, die Mittagsbetreuung, eine Tagespflege und die Unterbringung des Schützenvereines Babensham. Angesprochen wurde auch die Möglichkeit, hier einen Einzelhändler mit Lebensmitteln und eine kleine gastronomische Einrichtung unterbringen zu können.

Als erstes muss nun eine Heizung eingebaut werden. In Erwägung gezogen wurde eine Hackschnitzelanlage mit Fernwärme, was sich auch für andere öffentliche Gebäude im Ortsbereich nutzen ließe.

Alle Gemeinderäte sahen den Kauf als Investition in die Zukunft und votierten einstimmig dafür.

mjo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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