Neues Heim für Schambacher Wehr

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Diakon Georg Wimmer spendete den kirchlichen Segen für das Haus der Floriansjünger.

Babensham - Die Einweihung ihres neuen Feuerwehrgerätehauses feierte die Feuerwehr Schambach. In knapp einem Jahr war dieser Bau fertiggestellt worden.

Bei etwa 1000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden beliefen sich die Kosten auf 100 000 Euro, die überwiegend vom Freistaat und der Gemeinde aufgebracht werden.

Nun hat auch die Feuerwehr Schambach ein neues Zuhause, nachdem in den letzten 20 Jahren schon die anderen vier Ortsfeuerwehren der Gemeinde Babensham, nämlich Babensham, Kling, Penzing und Titlmoos, entsprechend ausgestattet worden waren.

Anfangs war die Begeisterung bei den Aktiven der Schambacher Wehr nicht besonders groß, an einen doch sehr abgelegenen Platz, noch dazu direkt an der Kläranlage, ziehen zu sollen. Mittlerweile überwiegt die Einsicht über die Vorteile dieses Standorts. So zeigten sich bei der Einweihungsfeier trotz Wind und Regen Zufriedenheit und Freude über das gelungene Werk nicht nur bei den Offiziellen.

Mit den Aktiven der fünf Ortsfeuerwehren und der Feuerwehren von Schlicht und Wang feierten auch die Mitglieder des Theatervereins, mit dem man sich die Unterkunftsräume teilt, und die Stockschützen. Die Babenshamer Bläsergruppe unter Leitung von Rupert Manhart sorgte für die stimmungsvolle musikalische Umrahmung der Festlichkeiten.

Ausreichend Platz bietet der Anbau an die Kläranlage bei Schambach.

Diakon Georg Wimmer führte die Einweihung durch und übergab "ein vollendetes Werk dem Alltag und seinem offiziellen Nutzen", wie er sagte. Einen kurzen Überblick über die Baugeschichte gab Kommandant Matthias Göttsberger. Weil das alte Feuerwehrhaus in Schambach aus dem Jahre 1978 nicht mehr den Ansprüchen genügte, dachte man zuerst an eine Sanierung des Gebäudes. Schließlich freundete man sich mit dem Gedanken an, die Infrastruktur der Raumvorgaben an der Kläranlage zu nutzen. Im Obergeschoss stehen reichlich Räume zur Verfügung, die man zusammen mit dem Theaterverein nutzen wird. Außerdem gibt es genügend Parkplätze mit ausgezeichneten Übungsmöglichkeiten vor Ort.

2010 begannen die Planungen, 2011 wurde mit dem Rohbau begonnen, schon am 14. Dezember 2011 erfolgte die Fertigstellung des Gebäudes. Etwa 1000 ehrenamtliche Arbeitsstunden wurden von den Freiwilligen geleistet. Vor allem beeindrucken die großzügigen Räumlichkeiten im ersten Obergeschoss, die allen Ansprüchen genügen.

Diese wollen nun mit Leben erfüllt werden und bieten beste Voraussetzungen für das weitere Wirken der Schambacher Feuerwehrler.

Auch Bürgermeister Josef Huber war von dem Objekt, wie es sich nun präsentiert, beeindruckt und begeistert, obwohl nach seinen Worten anfangs für diesen Standort einiges an Überzeugungsarbeit geleistet werden musste. Nun haben die Schambacher "wunderschöne Räumlichkeiten", in denen sich möglichst viele Aktive betätigen sollten, wenn auch bei möglichst wenig ernsthaften Einsätzen. Da laut Huber der Freistaat etwa 50 Prozent der Kosten übernimmt, sind die finanziellen Aufwendungen für die Gemeinde im Haushalt zu verkraften. "Die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt der Feuerwehrler müssen stimmen", so Hubers Fazit.

Als Vertreter von 117 Ortsfeuerwehren zollte auch Kreisbrandrat Sebastian Ruhsamer den Leistungen der Schambacher seine Anerkennung und äußerte seine Freude über das gelungene Feuerwehrgerätehaus.

Schnell zogen angesichts der ausreichenden Wasserversorgung von oben nach dem offiziellen Teil die Aktiven und Besucher der Veranstaltung in einem Festzug zum Gelände der Stockschützen, um das freudige Ereignis gebührend zu feiern.

mjo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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