Bürgerversammlung

Lob, Tadel und ein kleiner Eklat

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Dieses Modell der möglichen Bebauung in Penzing Süd wurde heftig diskutiert.
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Babensham – Den Penzinger Bürgern brannte es unter den Fingernägeln. Immer wieder betonten sie ihren Unmut bei der Bürgerversammlung am Dienstagabend. Wegen dem Baugebiet in Penzing Süd gab es deftige Worte.

Gemeindeoberhaupt Josef Huber begrüßte viel Publikum aus den unterschiedlichsten Ortschaften. Der Saal war prall gefüllt, die Stimmung teils ziemlich aufgeheizt.

Nachdem Huber über seine Gemeinde schwärmte und den vielen Bürgern für ihren Einsatz dankte, wurden die Fakten genauer. Babensham stehe gut da, hieß es vom Rathauschef. Die Gemeinde sei von den Einwohnern her eine junge Kommune, zeigen die Vergleichszahlen. Babensham entwickle sich gleichmäßig und sei auf dem richtigen Weg, so Huber.

Die Verschuldung sei unter Landesdurchschnitt, die Gemeinde versuche, alle Ortsteile zu entwickeln und die Einwohnerzahl steige. „Die 3000er Marke will ich gern noch knacken während meiner Amtszeit“ lächelte der Bürgermeister in die Menge – er ist auf einem guten Weg dorthin. Nur noch wenige Hundert Bürger fehlen, um dieses Ziel zu erreichen.

In Babensham sei die Welt weitgehend in Ordnung, fuhr Huber in seinem Vortrag fort. „Wir werden alle Aufgaben versuchen zu meistern“. Huber erläuterte die Zahlen der Straffälligkeiten, zitierte aus dem Sicherheitsbericht der Polizei und betonte klar und deutlich, dass es nicht nur, wie oft angenommen, die Jugend betreffe, straffällig zu werden, wie die Berichte der Polizei zeigten.

Alltag in Babensham recht lebendig

Die Bürger waren sich mit dem Rathauschef einig. Babensham sei ein lebendiger Ort, die vielen Angebote und die zahlreichen und sehr aktiven Vereine, Feuerwehren und Institutionen ließen Babensham sehr frisch wirken.

Im vergangenen Jahr sei mit insgesamt sechs neu gewählten Gemeinderatsmitgliedern auch eine neue Gemeindevertretung in die Runde gekommen, unter anderem unterstützt Barbara Schwarzenbeck als einzige Frau in der Gemeinderats-Gruppe die Bürgervertreter Babenshams. Josef Huber zeigte sich angetan von dem Engagement der „Neuen Räte“. Im Jahr 2014 wurden 13 Gemeinderatssitzungen abgehalten, viele Anträge und Bürgeranliegen bearbeitet und einiges ins Rennen gebracht.

Streitpunkt blieb Penzing Süd

Es zeige sich eine ungebremste Grundstücksnachfrage in Babensham und seinen Ortsteilen, erläuterte Huber. Die anwesenden Bürger begutachteten das ausgestellte Modell, das eine Bebauung einer Fläche in Penzing Süd vorsieht.

Nicht ganz einverstanden mit den momentanen Fakten zeigten sich die Anwohner aus Penzing, denen Mehrfamilienhäuser mit mehr als sechs Parteien ein Dorn im Auge sind. „Wir fordern eine Ortsteilversammlung mit den Penzinger Bürgern und mehr Mitspracherecht“ heißt es von vielen Penzingern. Huber versprach, zeitnah eine solche Ortsteilversammlung abzuhalten. Es folgte ein Bürgerantrag, der vorsieht, das besagte Wohnungsbauprojekt 2015 nicht zu genehmigen. Dies könne helfen, dass sich die Penzinger Bürger mehr mit der Thematik auseinandersetzen könnten, hieß es in der Begründung der Einwohner, die an dem Modell und dem Vorhaben keinen Gefallen finden.

Kurz vor einem Eklat standen die Gemeindevertreter, als es Unklarheit über den Informationsstand der Planungen gab. Ebenfalls hitzig wurde es bezüglich Kanalbauarbeiten in Eiding. Hier sei vieles unüberlegt gemacht worden, was den Anrainern nicht besonders gefiel, berichtete ein Betroffener.

Quelle: rosenheim24.de

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