Weiterhin offene Fragen

DK1-Deponie: Grüne reichen Berichtsantrag ein

+

Babensham - Rund um die geplante Deponie in Odelsham gibt es viele Fragezeichen. Zu viele finden die Landtags-Grünen und reichen deswegen einen umfassenden Berichtsantrag ein.

Grundsätzlich wird dabei gefragt, ob es für die DK-I-Deponie überhaupt einen Bedarf gibt, und wann voraussichtlich der Erörterungstermin ist. Ein besonders großes Fragezeichen macht die Grüne Landtagsabgeordnete Claudia Stamm und will wissen, warum weder Kiesabbau noch Wieder-Verfüllung trotz Fehlen eines Antrages geschweige denn einer Genehmigung gestoppt worden sind?

Genauso sollen aber auch Fragen zur speziellen artenschutz-rechtliche Prüfung (saP) beantwortet werden – diese lag offenbar mit einer großen zeitlichen Verzögerung vor. Trotzdem wurde bereits mit dem Kiesabbau begonnen. "Unklar sind auch die Ergebnisse, Auflagen und vorgeschriebenen Maßnahmen der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung - insbesondere zur Sicherstellung des Erhaltungszustands der Zauneidechsenpopulation", ergänzt ihr Kollege und Vorsitzende des Umweltausschusses Dr. Christian Magerl.

Der Erörterungstermin könnte bald sein. Laut Angaben des Antragsstellers sollen die geänderten Unterlagen zur Deponie Mitte August erneut eingereicht werden. Die Bürgerinitiative Wasserburger Land und die Grünen aus Wasserburg fordern eine erneute Auslegung der neuen Unterlagen, um nach der ungewöhnlich langen Planungsdauer zum Beispiel neu zugezogenen Anwohnern die Möglichkeit zu geben, Einwendungen einzureichen.

Bereits seit Jahren wehren sich die Wasserburger Grünen an der Seite der Bürgerinitiative „Wasserburger Land“ gegen die geplante DK I Deponie in Odelsham. . Mehrere Petitionen wurden bereits gegen den ungeeigneten Standort nahe der Wasserburger Altstadt eingereicht. Diskutiert wurden dabei die exponierte Lage direkt am Innufer, die Standfestigkeit und die dauerhafte Abdichtung des Deponiekörpers. Aber auch die Nähe zu zahlreichen Schulen, Kindergärten und dem Krankenhaus waren ebenso Thema wie mögliche Emissionen durch die Asbestverfüllung, sowie der fehlende Bedarf.

Claudia Stamm ist entsetzt, wie viele Fragen bei der Behandlung der Petitionen im Umweltausschuss des Landtages offen blieben: "Mein Vorschlag war deswegen, dass der gesamte Ausschuss sich ein Bild vor Ort machen sollte. Leider wurde dies mit den Stimmen der CSU-Mehrheit abgelehnt."

Pressemitteilung Bayerischer Landtag

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Babensham

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser