„Süßes oder Saures“ auf Abstand - mithilfe einer „Süßigkeiten-Rutsche“

Wie eine Babenshamer Familie den Kids trotz Corona Halloween-Grusel ermöglichte

„Süßigkeiten-Rutsche“ für Halloween-Grusel
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Mithilfe einer eigens kreierten „Süßigkeiten-Rutsche“ ermöglichte die Familie Radlmaier aus dem Babenshamer Ortsteil Bärnham den Kids auch im Corona-Jahr 2020 ein bisserl Grusel an Halloween.

Babensham - Normalerweise ziehen am 31. Oktober verkleidete Kids von Tür zu Tür und bitten um Süßigkeiten. Dass Halloween heuer aber nicht so stattfinden wird wie wir es bisher kannten, stand aufgrund der Corona-Pandemie außer Frage. Doch Süßigkeiten einfach aus dem Fenster werfen, um Abstand zu wahren? Auch keine Lösung in den Augen der Familie Radlmaier aus Bärnham. Sie überlegte sich etwas Besonderes zum Grusel-Samstag:

„Wir wollten den Kids nicht den Spaß verderben, nachdem ohnehin fast alles Corona zum Opfer fällt. Gerade in den aktuellen Zeiten, die für viele nicht leicht sind, braucht es doch zumindest ein bisserl Freude und Gaudi.“ Mit dieser Intuition kam dem 17-jährigen Joshua Radlmaier eine Idee, wie das mittlerweile beinah schon zur Tradition gewordene Halloween auch im Pandemie-Jahr 2020 über die Bühne gehen kann - mit Abstand und unter Einhaltung der Hygiene-Regeln.


Verkleideten Kinder an Halloween mit „Süßigkeiten-Rutsche“ eine Freude machen

Aus einer spontanen Eingebung und ein wenig Inspiration durch das Internet und vor allem amerikanischen Vorbildern wurde ein ganzes Familienprojekt. Papa Georg machte sich kurzum auf zum Baumarkt, um ein 5,50 Meter langes Abflussrohr zu besorgen, das in der Folge orange lackiert zu einer Art „Rutschbahn“ für Süßigkeiten umfunktioniert wurde. Dieses befestigten die Radlmaiers am Fenster des Obergeschosses ihres Hauses. Mama Jenny kümmerte sich federführend um die Dekoration. Rund um das Fenster wurde alles gespenstisch beleuchtet und mit schaurigen Hexen, Fledermäusen, Spinnen und Kürbissen verziert.


Gruselfreuden trotz Corona: Die Familie Radlmaier überlegte sich zu Halloween eine Lösung, wie die Kids dennoch „Süßes oder Saures“ zelebrieren konnten an Halloween.

Die Idee ging auf: „Wir haben trotz Corona unseren Nachbarskindern eine kleine Freude gemacht“, freut sich Joshua. „Die Süßigkeiten wurden per Rutsche zu den Kindern geleitet. Außerdem haben wir alle nach einem festen Zeitplan einbestellt, damit es zu keinen Überschneidungen mit den Familien kommt.“ Die Kids aus dem Babenshamer Ortsteil Bärnham wurden vorab schon telefonisch über die Aktion informiert, wie Joshua erklärt. Zusammen mit seinem Bruder Manjo kümmerte er sich um die Kids, die sich bei der Familie mit freudestrahlende Kinderaugen für diese besondere Aktion bedankten.

Halloween im Corona-Jahr 2020: Gruseln daheim anstatt schauriges Umherziehen

Der gruselige Brauch ist inzwischen auch in der Region beliebt und verbreitet: Am 31. Oktober werden üblicherweise schaurige Motto-Parties gefeiert, verkleidete Kids gehen mit Einbruch der Dunkelheit mit dem Spruch „Süßes oder Saures“ auf den Lippen von Haus zu Haus, auf den Bildschirmen zuhause laufen Gruselschocker und Horrorfilme in Dauerschleife.

Doch heuer sorgte das Corona-Virus machte das Corona-Virus dem Gruseln einen gehörigen Strich durch die Rechnung: Politiker und Mediziner rieten zum Abstand nehmen vom gemeinsamen Feiern und verkleidetem Umherziehen um die Häuser. Und auch bei unserer Umfrage kristallisierte sich heraus, dass 50 Prozent eher auf Halloween verzichten im Pandemie-Jahr 2020.

Umso erfreulicher für die Bärnhamer Familie, dass ihre Idee derart gut angenommen wurde - und so trotz des Virus wenigstens ein bisserl Gruselstimmung am 31. Oktober aufkommen konnte.

mb

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